Wie weit ist der Kita-Ausbau in Herten? Es gibt weitere Verzögerungen

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Die neu gebaute städtische Kita „Pusteblume“ auf dem südlichen Schulhof der Süder Grundschule In der Feige wurde am 10. Januar in Betrieb genommen.
Die neu gebaute städtische Kita „Pusteblume“ auf dem südlichen Schulhof der Süder Grundschule In der Feige wurde am 10. Januar in Betrieb genommen. © Danijela Budschun
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Seit ein paar Jahren versucht die Stadt, Versäumnisse aus der Vergangenheit beim Kita-Ausbau aufzuholen. Doch nicht zuletzt die Corona-Pandemie und daraus resultierende Personal- und Materialengpässe bremsen die durchaus ambitionierte Pläne ein ums andere Mal aus. Und in dem jüngsten Jugendhilfeausschuss des Rates kündigte der zuständige Sozialdezernent Hermann Pieper weitere Verzögerungen an.

Doch zunächst eine gute Nachricht: Kinder und Erzieherinnen der Kita Pusteblume auf dem Gelände der Süder Grundschule In der Feige können nun endlich ihr Gebäude vollständig nutzen. Das war im Jahresverlauf nicht möglich gewesen, weil, wie berichtet, die Außenanlagen noch nicht hergestellt waren und der als Spielflur konzipierte Bereich aus Brandschutzgründen nicht genutzt werden durfte. Die Arbeiten auf den Außenanlagen seien mittlerweile so weit vorangeschritten, dass das Gebäude vollständig nutzbar sei, meldete Hermann Pieper.

Auf dieser Fläche, die sonst meist als Parkraum diente, soll die Kita gebaut werden.
Auf dieser Fläche an der Fritz-Erler-Straße soll die neue DRK-Kita gebaut werden. © Daniel Maiß (Archiv)

DRK-Kita geht nicht im Sommer an den Start

Für den geplanten Neubau der sechsgruppigen Kita an der Fritz-Erler-Straße – hier sollen 125 Kinder betreut werden können – sei die Baugenehmigung jetzt unterschriftsreif, so Pieper. Da die Produktion der Bauteile in Vorfertigung erfolgen soll, hoffe man auf einen zügigen Start und Fortschritt. Gleichwohl: Ein Start zum Kindergartenjahrbeginn am 1. August des kommenden Jahres sei „nicht mehr machbar. Ein neues Datum liegt noch nicht vor. „Es wird aber wohl mindestens bis zum Jahresende dauern“, sagte der Sozialdezernent. Mit dem Träger der neuen Kita, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), wolle man aber das Gespräch suchen, ob es nicht möglich wäre, zwei, drei Gruppen schon im Sommer an einem Ausweich-Standort in Betrieb zu nehmen.

Jessica Trogant steht an einem Feldweg in der Ried.
Jessica Trogant, Vorsitzende vom Integrativen Reitverein Herten, an dem Gelände, auf dem die Waldkita des Vereins betrieben werden soll. © Carola Wagner (Archiv)

Deutlich früher, nämlich noch in diesem Jahr, beabsichtigen die Waldritter ihre Kita in der Innenstadt an der Ewaldstraße an den Start gehen zu lassen. 20 Mädchen und Jungen sollen dort einen Platz finden. Einen genauen Termin gibt es allerdings auch hier laut Hermann Pieper noch nicht. „Wir hoffen, dass die Einrichtung zeitnah starten kann.“
Bei der Waldkita, in der 50 Kinder betreut werden sollen, gibt es eine Verzögerung, weil die Bauwagen noch nicht geliefert wurden, in denen sich die Knirpse aufhalten können, wenn sie mal nicht draußen sind. Pieper: „Der erste Bauwagen wird für März 2023 erwartet, der zweite soll im Sommer geliefert werden.“

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