Zentrale Plätze in Herten: Ideen gegen grauen Beton sind vor allem eine Frage des Geldes

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Der Rathausvorplatz und der Otto-Wels-Platz in Herten.
Da hilft auch die Hecke am Rathaus nicht viel: Der Rathausvorplatz und der Otto-Wels-Platz sind ein Ensemble in Grau. © Danijela Budschun
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Während die Linkspartei mobile Pflanzkübel zur Begrünung und Aufwertung des Otto-Wels-Platzes ins Spiel bringt, geht die TOP-Partei noch einen Schritt weiter und plädiert für eine größtmögliche Entsiegelung des Rathausvorplatzes und des Otto-Wels-Platzes.

Mehrheitlich haben sich die Mitglieder der zuständigen Ratsausschüsse jedoch gegen eine Entsiegelung des Rathausumfeldes ausgesprochen. Damit folgten sie dem Vorschlag der Stadtverwaltung. Zwar sei eine weniger versiegelte Fläche mit mehr Grün auf dem Otto-Wels-Platz wünschenswert, findet man im Rathaus, doch eine vollständige Entsiegelung sei nicht möglich, da Gehwege und Behindertenparkplätze sowie Aufstellflächen und Zuwegungen notwendig seien.

Stadt müsste Fördermittel zurückzahlen

Zudem gebe es förderrechtliche Hindernisse, da die Stadt für die Umgestaltung des Otto-Wels-Platzes Fördermittel erhalten hat, die bis 2030 bindend sind und die sie zurückzahlen müsste, wenn sie den Platz umgestaltet.

Gleichwohl wolle man das Ziel, mehr Flächen zu entsiegeln und für mehr Grün in der Innenstadt zu sorgen, weiter verfolgen – unter anderem im Rahmen des Projekts „Der Park kommt in die Stadt“. Auch wolle man die Begrünung des Otto-Wels- sowie des Rathausvorplatzes in das Projekt „Neustart Innenstadt“ aufnehmen und prüfen, welche (Förder-)Möglichkeiten es gibt. Sollte zudem ein bereits vorhandener Förderbescheid inhaltlich und räumlich erweitert werden können – das prüft die Verwaltung gerade –, könnte mobiles Grün angeschafft werden.