Corona im Kreis Recklinghausen Inzidenz rutscht am Samstag wieder unter die 100er-Marke

Redakteur
Eine Arzthelferin zieht in einer Praxis einer Hausärztin eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson gegen das Corona-Virus auf.
Täglich zeigen wir an dieser Stelle die aktuelle Corona-Entwicklung im Kreis Recklinghausen und seinen Städten auf. © picture alliance/dpa
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Update 4. Februar, 8.20 Uhr

Im Kreis Recklinghausen ist die Sieben-Tage-Inzidenz unwesentlich gesunken – dadurch aber wieder knapp unter die 100er-Marke gerutscht. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat für den Kreis am Samstag, 4. Februar, einen Wert von 99,7 veröffentlicht. Am Freitag lag dieser bei 100,5. Zahlen, wie man sie aus der Vorwoche kennt: Am Samstag, 28. Januar, lag die Inzidenz im Kreis Recklinghausen bei 98,7.

Auch bundes- und landesweit gibt es bei der Inzidenz, die die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen je 100.000 Einwohner wiedergibt, wenig Bewegung: Sie beträgt am Samstag bundesweit 94,7 (Vortag: 93,1). In NRW liegt die Inzidenz bei 120,9 (Vortag: 119,9).

Die Inzidenzwerte sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten: Fachleute gehen davon aus, dass eine hohe Zahl an Fällen nicht in den RKI-Daten erfasst ist. Ein Grund dafür ist, dass viele Infizierte ihren positiven Selbst- oder Schnelltest nicht mit einem PCR-Test abklären lassen. Sie tauchen dann nicht in der Statistik auf. Oder eben die Tatsache, dass viele Bundesländer am Wochenende oder Feiertag Zahlen gar nicht oder nicht vollständig ans Robert Koch-Institut (RKI) melden.

Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird jedoch nur landesweit ausgewiesen (siehe ganz unten).

Regierungsbezirk: Kreis Warendorf hat die höchste Inzidenz

Im Regierungsbezirk Münster entwickelt sich die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag, 4. Februar, uneinheitlich. In einigen Städten bzw. Kreisen steigt sie, in anderen sinkt sie. Insgesamt ist allerdings nicht viel Bewegung in den Zahlen. Den höchsten Wert hat jetzt der Kreis Warendorf, der Kreis Coesfeld weist die niedrigste Inzidenz auf. Nachfolgend die Übersicht über den Regierungsbezirk Münster im Detail (Quelle: RKI, Stand: 4. Februar, 3.10 Uhr, Vortagswerte in Klammern):

Kreis Warendorf: 131,2 (126,2)

Bottrop: 130,4 (138,9)

Münster: 109,5 (103,2)

Gelsenkirchen: 108,0 (100,3)

Kreis Steinfurt: 100,8 (109,1)

Kreis RE: 99,7 (100,5)

Kreis Borken: 94,5 (96,1)

Kreis Coesfeld: 78,2 (84,0)

NRW-weit hat der Kreis Düren (254,5) die negative Spitzenposition inne, am unteren Ende steht der Kreis Soest (53,3). Und so sieht die Situation in den Nachbarregionen des Vests im Ruhrgebiet aus: Dortmund kommt auf eine Inzidenz von 120,1, Herne auf 122,0, Essen auf 115,5, Bochum auf 159,3, der Kreis Unna auf 98,2 und der Kreis Wesel auf 104,7.

Kreis RE: 88 Neuinfektionen

Der Kreis Recklinghausen hat gemeinsam mit seinen zehn Städten beschlossen, die detaillierte Veröffentlichung der Zahlen auf einen Tag in der Woche zu beschränken. Es werden immer freitags die Daten für die kreisangehörigen Städte zur Verfügung gestellt (siehe unten), nicht mehr täglich. Der Kreis meldet seine Daten nach eigenen Angaben jedoch täglich an die übergeordneten Behörden – allerdings mit Ausnahme von Wochenenden und Feiertagen. Der Statistik des RKI für Samstag, 4. Februar, ist zu entnehmen, dass im Kreis Recklinghausen seit Pandemie-Beginn 242.594 Corona-Fälle registriert wurden (bei 615.000 Einwohnern). Es sind zuletzt also 88 Neuinfektionen hinzugekommen. Neue Todesfälle gibt es nicht, die Zahl der Covid-19-Toten liegt im Kreis weiterhin bei 1690.

Die jüngsten lokalen Daten aus dem Kreis:

Hier sind die am Freitag, 3. Februar, vom Kreis Recklinghausen veröffentlichten Zahlen für die zehn kreisangehörigen Städte. Im Wochenvergleich sind die Inzidenzwerte in fast allen Städten gestiegen. Lediglich in Datteln und Gladbeck sind die Zahlen gesunken. Den höchsten Wert weist jetzt Marl auf, den niedrigsten weiterhin Waltrop. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 3. Februar, 6.30 Uhr; der Wert vom 27. Januar in Klammern):

Marl: 130,2 (109,9)

Castrop-Rauxel: 106,7 (95,8)

Recklinghausen: 106,6 (77,7)

Herten: 101,8 (96,9)

Gladbeck: 100,9 (114,1)

Datteln: 94,6 (120,4)

Haltern: 84,6 (74,1)

Dorsten: 83,2 (71,1)

Oer-Erkenschwick: 82,8 (76,4)
Waltrop: 64,6 (57,8)

Gesamt: 100,5 (91,1)

In der folgenden Übersicht ist die Zahl der bisherigen Corona-Fälle insgesamt in den jeweiligen Städten sowie die Zahl der Verstorbenen aufgelistet (Stand: Freitag, 3. Februar):

Castrop-Rauxel: 28.718; 170;

Datteln: 11.965; 121;

Dorsten: 30.737; 150;

Gladbeck: 30.317; 232;

Haltern am See: 13.944; 45;

Herten: 26.293; 199;

Marl: 33.744; 218;

Oer-Erkenschwick: 11.423; 125;

Recklinghausen: 46.024; 364;

Waltrop: 9341; 66;

Gesamt: 242.506; 1690;

Zwei Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation

Laut Divi-Intensivregister (Stand: 4. Februar, 8.18 Uhr) befinden sich im Kreis Recklinghausen zwei Corona-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 3), davon muss keiner künstlich beatmet werden (Vortag: 1). Zurzeit sind 44 von 189 Intensivbetten frei. Das sind 23,28 Prozent (Vortag: 20,00). Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis bei 1,06 Prozent (Vortag: 1,58).

Die Impfquote in NRW bleibt unverändert

Der Kreis Recklinghausen veröffentlicht keine kreisweiten Impfzahlen mehr, sondern verweist in seinem Dashboard nur noch auf die Impfquoten des Landes. Vollständig geimpft sind in ganz NRW demnach 79,5 Prozent, unvollständig weitere 2,3 Prozent der Menschen (Stand: 1. Februar 2023). Die Impfquote hat sich damit innerhalb der letzten Wochen nicht verändert.

Niedersachsen hat den höchsten Inzidenzwert

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Samstag, 4. Februar, bei 120,9 (Vortag: 119,9). Den höchsten Wert unter den Bundesländern hat Niedersachsen (133,1), den niedrigsten weist Thüringen auf (38,1).

Die für die Lagebewertung wichtige Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt in Nordrhein-Westfalen laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) am Freitag, 3. Februar, bei 6,09 (Vortag: 5,92). Ein aktuellerer Wert liegt nicht vor.