Corona

Frühere Impfung nach Infektion möglich

Wer mit dem Corona-Virus infiziert war und keine Beschwerden hatte, kann bereits vier Wochen nach der Labordiagnose geimpft werden. Auch der Abstand zwischen zwei Biontech-Spritzen wird verkürzt.
Im Impfzentrum in Recklinghausen wird weiterhin kein Termin benötigt. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Das Land NRW hat seine Vorgaben aktualisiert: Wer mit dem Corona-Virus infiziert war, aber keine Beschwerden und somit einen asymptomatischen Krankheitsverlauf hatte, kann bereits vier Wochen nach der Labordiagnose geimpft werden. Das teilte die Kreisverwaltung Recklinghausen mit. In Einzelfällen könne eine frühere Impfung auch bei Krankheitsverläufen mit Symptomen sinnvoll sein, hieß es. Dann sollte die Genesung wiederum, nicht das Testergebnis, mindestens vier Wochen zurückliegen. Als Nachweis müssen Genesene ihr positives PCR-Testergebnis bzw. einen Nachweis über die Genesung vorlegen.

Vollständiger Impfschutz für Genesene nach einer Dosis

Bislang musste die Corona-Infektion für eine Impfung im Impfzentrum oder bei mobilen Impfungen mindestens sechs Monate zurückliegen. Vollständiger Impfschutz besteht für Genesene aktuell grundsätzlich nach nur einer Impfdosis.

Ebenfalls kürzere Abstände sind ab sofort bei Impfungen mit dem Impfstoff Biontech möglich. Wie das Gesundheitsministerium in seinem neusten Impferlass festlegt, kann das Impfintervall auf den Mindestabstand von drei Wochen reduziert werden. Bislang lagen zwischen Erst- und Zweitimpfung in der Regel sechs Wochen.

Sonderimpfaktionen in einigen Städten des Kreises Recklinghausen

Wer sich im Impfzentrum des Kreises impfen lassen möchte, kann dies weiterhin ohne Termin montags bis samstags zwischen 8 und 18.30 Uhr tun. In Zusammenarbeit mit dem Impfzentrum planen außerdem auch einige Städte im Kreis Recklinghausen Sonderimpfaktionen vor Ort. So finden zum Beispiel am Wochenende mobile Impfungen in Gladbeck vor dem Rathaus (Samstag, 24. Juli, 10 bis 14 Uhr) oder in Recklinghausen an der Vestlandhalle (Samstag, 24. Juli, 8.15 bis 14 Uhr) und im Stadtteil Süd (Freitag, 23. Juli, 11.30 bis 14 Uhr) statt. Weitere Informationen zu diesen Sonderimpfaktionen gibt es auf der Internetseite des Kreises unter www.kreis-re.de/coronaimpfung und auf den Internetseiten der jeweiligen Städte.

Geimpft werden auch Bürger ohne Krankenversicherung

Zur Impfung mitgebracht werden muss in allen Fällen ein Personalausweis. Wer zudem einen Impfpass und eine Gesundheitskarte hat, sollte auch diese in der Tasche haben. Eine Krankenversicherung ist aber grundsätzlich kein Muss, wie Peter Wernitz, organisatorischer Leiter des Impfzentrums, klarstellt. Die Impfung sei für jeden kostenlos – unabhängig davon, ob ein Versicherungsschutz vorliege.

Lesen Sie jetzt