Geflügelpest: Stallpflicht ab sofort in vier Städten des Kreises Recklinghausen

Ein Schild warnt vor der Geflügelpest: Teile von Dorsten befinden sich in der Schutzzone.
Ein Schild warnt vor der Geflügelpest: Teile von Dorsten befinden sich in der Schutzzone. © dpa
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Nach dem Auftreten der Geflügelpest in Bottrop-Kirchhellen gilt ab Mittwoch, 5. Oktober, in Teilen von Dorsten, Gladbeck, Herten und Marl Aufstallpflicht für Geflügel, da sich diese vier Städte in der sogenannten Überwachungszone befinden, Teile von Dorsten auch in der Schutzzone. Das Kreisveterinäramt rät Geflügelhaltern in den anderen kreisangehörigen Städten sowie in der Stadt Herne, Vorkehrungen zu treffen, um im Bedarfsfall ihre Tiere ebenfalls kurzfristig sicher unterbringen zu können.

In Bottrop-Kirchhellen ist eine Tierhaltung mit rund 120 Enten, Gänsen und Hühnern von der Geflügelpest betroffen gewesen. Der gesamte Tierbestand sei den rechtlichen Vorgaben entsprechend bereits getötet worden, teilten die Behörden mit.

Ob eine Geflügelhaltung in den kritischen Bereich gehört, können Halter auf einer interaktiven Karte auf der Seite www.kreis-re.de/tierseuchen überprüfen. Dort ist auch eine Checkliste hinterlegt, mit der die Geflügelhalter selber kontrollieren können, ob sie die tierseuchenrechtlichen Anforderungen einhalten.

Auch private Halter von Hausgeflügel betroffen

Die Stallpflicht für Hausgeflügel gilt nach Angaben der Kreisverwaltung für konventionelle Betriebe und Biobetriebe sowie für private Halterinnen und Halter von Hausgeflügel. In den betroffenen Bereichen dürfen Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse nur noch ausschließlich in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung gehalten werden, die nach oben dicht und an den Seiten gegen das Eindringen von Wildvögeln gesichert ist.

Damit Kontakt zwischen Wildvögeln und Geflügel verhindert wird, dürfen Geflügelhalter grundsätzlich ihr Geflügel nicht an Stellen füttern, die für Wildvögel zugänglich sind. Auch das Tränken mit Oberflächenwasser, das für Wildvögel erreichbar ist, ist untersagt. Zudem müssen Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich gelagert werden.

Geflügelbestand bei der Tierseuchenkasse melden

Wer seinen Geflügelbestand noch nicht bei der Tierseuchenkasse gemeldet hat, müsse dies unbedingt sofort nachholen, so die Kreis. Anmeldeunterlagen gebe es auf der Seite der Landwirtschaftskammer. Das Veterinäramt bittet um zeitgleiche Übermittlung einer Kopie der Anmeldung an fd39@kreis-re.de oder per Fax an 02361/532227, damit die Daten sofort auch in der Kreis-Datenbank auf den aktuellen Stand gebracht werden können.

Das Veterinäramt des Kreises Recklinghausen ist zuständig für alle Veterinärangelegenheiten im Kreis Recklinghausen und in der Stadt Herne.