Förderung für benachteiligte Kinder und Jugendliche

Hilfe und Unterstützung von Sternekoch Frank Rosin

Frank Rosin gründet den Verein „Rosinchen“, um sozial und gesellschaftlich benachteiligten Kindern eine Perspektive aufzuzeigen. Das erste Projekt unterstützt eine LWL-Schule.
Frank Rosin, Frank Rosin Fotoshooting, Eisbach Studios, Muenchen, 17. Juni 2020, Foto: Jens Hartmann © Jens Hartmann

„Mir geht es gut, ich habe genügend Geld, Freunde, Partner und Teammitglieder. Das Leben meinte es bisher gut mit mir. Und deshalb möchte ich einfach etwas der Gesellschaft zurückgeben. An Menschen, die nicht so viel Glück hatten.“ Frank Rosin ist ein Mann der klaren Worte – er bringt die Dinge auf den Punkt, in seinem sozialen Engagement genauso wie in seinen zahlreichen TV-Formaten.

Ernährungswissenschaftliche Kompetenz weitergeben

Doch der TV-Koch, der mit seinem Restaurant Rosin in Dorsten auch seit Jahren zwei Michelin-Sterne führt, kann auch die leisen Töne. Dann nämlich, wenn es um sein soziales Engagement geht, das die Öffentlichkeit meist nur am Rande wahrnimmt. So hat der 55-Jährige jetzt den Verein „Rosinchen for kids e. V.“ gegründet. Dieser möchte mit der ernährungswissenschaftlichen Kompetenz des Dorsteners samt Team sozial und gesellschaftlich benachteiligte Kinder und Jugendliche aus der Region sowie in Nordrhein-Westfalen fördern und unterstützen.

Benefizturnier für den guten Zweck

Zudem wird es am 25. September ein Benefiz-Golfturnier im Club Leythe in Gelsenkirchen – gleich an der Stadtgrenze zu Herten – geben, in dem nicht nur einige prominente Zeitgenossen Mitglied sind, sondern auch der Kreis Recklinghausen zahlreich vertreten ist. Das Turnier ist offen für jedermann, Frank Rosin sorgt am Abend unter anderem für die Genussmomente, der Erlös kommt dem Verein „Rosinchen“ zugute.

Das erste Projekt des jungen Vereins ist bereits terminiert. „Wir gehen ab dem 15. September eine Kooperation mit der Münsterlandschule in Münster ein, wo die Themen Ernährung und Hauswirtschaft wichtige Lernkomponenten darstellen“, sagt Frank Rosin im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Münsterlandschule ist eine Schul- und Wohneinrichtung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe für Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation. Dort möchte der Dorstener den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften das Thema gesunde Ernährung näherbringen und unterstützend beim Zubereiten und Arbeiten ganz allgemein in der Küche sowie mit Küchengeräten zur Seite stehen. Dabei hilft der Verein auch direkt, indem er zum Beispiel für den Unterricht Lebensmittel besorgt und diese zur Verfügung stellt.

Selbstständigkeit fördern

In der Schule hat der lebenspraktische Bereich das Ziel, die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler in alltäglichen Bereichen des Lebens nachhaltig zu fördern und auch zu fordern. Dazu zählt unter anderem die Selbstversorgung und damit auch die Hauswirtschaft. Genau dort setzt die Unterstützung von „Rosinchen“ an. „Natürlich freuen wir uns sehr auf die Zusammenarbeit mit einem Profi wie Frank Rosin. Für diese Schülerschaft ist eine lebenspraktische Förderung besonders wichtig. Denn viele von ihnen arbeiten nach der Schulzeit in hauswirtschaftlichen Bereichen“, sagt Sonderschulrektorin Martina Wolff.

Das Logo des Vereins © Rosinchen © Rosinchen

Deshalb sei die Aktion ein wichtiger Beitrag zur Professionalisierung und Optimierung der schulischen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen. Dazu zählen aber auch Grundfertigkeiten wie das Aufschrauben von Gläsern oder Ausbohren von Kernhäusern im Obst und die Arbeitsplatzgestaltung. Und ernährungswissenschaftlich beschäftigt sich die Unterstützung unter anderem mit der Frage „Was macht ein gesundes Frühstück aus?“

Gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Für Frank Rosin findet Inklusion aber nicht nur in der Schule statt, sondern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Die Arbeit, die in den Schulen von allen Beteiligten geleistet wird, ist bewundernswert. Mir haben meine Erziehung und mein Leben eine soziale Einstellung mitgegeben und dass man diese Arbeiten unterstützt“, sagt Frank Rosin voller Überzeugung. Denn für ihn reiche die Hilfe des Staates nicht aus. Dabei sei ihm zudem wichtig, nicht einfach nur einen Scheck zu überreichen, sondern auch zwischenmenschlich da zu sein.

Weitere Projekte sollen folgen

In Zukunft hofft er mit seinem Verein auf weitere Kooperationen mit anderen Stiftungen oder Hilfsorganisationen, um mit anderen Projekten zum Beispiel auch Ausbildungs- oder Arbeitsplätze vermitteln zu können. Oder aber auch Ressourcen zu vermitteln und weiteren jungen Menschen eine individuelle und gesunde Ernährung zu ermöglichen.

Ausbildungsstätte für den gesamten Regierungsbezirk

Die Münsterlandschule ist bereits 1841 gegründet worden. Dort werden alle Kinder (vom Säuglingsalter an) und Jugendliche (in Ausnahmefällen bis zum 25. Lebensjahr) mit dem Förderbedarf Hören und Kommunikation gefördert und unterrichtet. Zudem werden für den gesamten Regierungsbezirk ausschließlich dort und in der Gelsenkirchener Glück-auf-Schule Lehrer mit der Fachrichtung Gehörlosen- bzw. Schwerhörigenpädagogik ausgebildet.

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