Pandemie-Newsblog

Kreis Recklinghausen: 210,6 – Inzidenz sinkt deutlich

Die Zahlen zu den Corona-Infektionen im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir im Newsblog regelmäßig. Am Dienstag, 30. November, sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz deutlich - auf 210,6, nach 248,0 am Montag.
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Update 30. November, 9.40 Uhr

Im Kreis Recklinghausen ist die Inzidenz am Dienstag eindeutig gesunken – nach vielen Tagen mit einer Steigerung lässt das ein wenig hoffen. Der vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldete Wert liegt am Dienstag, 30. November, bei 210,6. Am Montag betrug er noch 248,0, vor einer Woche lag er bei 196,2.

Bundesweit ist der Inzidenzwert minimal gesunken. Er liegt nun bei 452,2 (Vortag 452,4). Blickt man auf den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, dann sieht es im Vest noch einigermaßen gut aus. Dort beträgt die Inzidenz nämlich bereits 2133,8. Bundesweit sind inzwischen mehr als 100.000 Menschen mit oder an Covid-19 gestorben.

Der Inzidenzwert als alleiniger Maßstab für Maßnahmen in der Corona-Pandemie hat allerdings inzwischen ausgedient. Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird allerdings nur landesweit ausgewiesen.

Gelsenkirchen liegt bei der Inzidenz über 300

Im Regierungsbezirk Münster hat Gelsenkirchen am Dienstag die 300er-Genze überschritten und den höchsten Inzidenzwert. Den niedrigsten Wert – auch in ganz NRW – verzeichnet derzeit die Stadt Münster. Nachfolgend die Übersicht über die Inzidenzwerte aller Städte und Kreise im Regierungsbezirk Münster, wie sie vom RKI aufgeführt werden (Stand: 30. November, 3.15 Uhr; Vortageswert in Klammern):

Gelsenkirchen: 301,4 (252,8)
Kreis Warend.:
300,3 (299,9)

Kreis Borken: 261,4 (246,3)
Kreis Steinfurt:
222,2 (254,1)

Bottrop: 215,5 (217,2)

Kreis RE: 210,6 (248,0)

Kreis Coesfeld: 177,6 (177,6)

Stadt Münster: 162,8 (164,0)

Im Kreis RE ist die Inzidenz in Gladbeck am höchsten

Der vom Kreis Recklinghausen selbst erhobene Inzidenzwert liegt am Dienstag, 30. November, bei 240,2 (Vortag: 250,3). Den höchsten Wert verzeichnet Gladbeck, die Stadt hat mit 308,5 als einzige im Kreis die 300er-Marke überschritten. Nur Dorsten liegt noch unter der 200er-Grenze. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 30. November, 9.15 Uhr; die Vortagswerte in Klammern):

Gladbeck: 308,5 (305,9)

Marl: 271,6 (266,9)

Herten: 257,0 (261,9)

Cas.-Rauxel: 243,4 (285,8)

Recklingh.: 230,3 (254,7)

Datteln: 216,1 (221,8)

Waltrop: 213,8 (220,5)

Haltern: 203,5 (214,0)

Oer-Erkensch.: 203,0 (196,6)

Dorsten: 189,2 (190,6)

Gesamt: 240,2 (250,3)

Ein weiterer Todesfall im Kreis Recklinghausen

Im Kreis Recklinghausen gelten am Dienstag, 30. November, 2679 Menschen als infiziert (Vortag: 2682), zudem meldet der Kreis 147 Neuinfektionen (Vortag: 154).

Es gab in Datteln einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Corona-Virus, ein 86-jähriger Mann ist gestorben. Damit ist die Zahl der an und mit Covid-19-Verstorbenen im Kreis Recklinghausen auf 1043 gestiegen.

Laut Divi-Intensivregister – Stand 30. November, 7.15 Uhr – befinden sich im Kreis Recklinghausen 29 Covid-19-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 27), 13 (Vortag: 13) von ihnen werden künstlich beatmet. Zurzeit sind 16 von insgesamt 193 Intensivbetten frei. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt laut Divi-Intensivregister bei 15,03 Prozent (Vortag: 14,5).

Bis jetzt 69.365 Booster-Impfungen

Die vom Kreis im Dashboard veröffentlichte Zahl der Impfungen ist nicht ganz aktuell. Die letzte Angabe stammt vom 28. November. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden im Kreis 426.415 Personen geimpft. Davon haben 9.933 nur die Erstimpfung und 416.482 auch schon die Zweitimpfung erhalten. Eine weitere Booster-Impfung haben 69.365 Menschen bekommen. Vom 27. Dezember 2020 bis zum 28. November 2021 wurden in den zehn Städten insgesamt 886.066 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht mehr vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 71,7 Prozent, unvollständig weitere 3,4 Prozent der Menschen (Stand: 28. November 2021).

Detaillierte Zahlen aus dem Kreis Recklinghausen:

Nachfolgend die detaillierten Corona-Zahlen aus den zehn Städten des Kreises Recklinghausen vom Dienstag, 30. November (Fälle insgesamt, Genesene, Verstorbene, aktuell bestätigte Fälle):

Castrop-Rauxel: 4992; 4563; 95; 334

Datteln: 2436; 2206; 92; 138

Dorsten: 3743; 3458; 78; 207

Gladbeck: 6577; 6055; 161; 361

Haltern am See: 1385; 1233; 16; 136

Herten: 4823; 4369; 127; 327

Marl: 6023; 5493; 128; 402

Oer-Erkenschwick: 2259; 2078; 75; 106

Recklinghausen: 8521; 7740; 232; 549

Waltrop: 1702; 1544; 39; 119

Gesamt: 42.461; 38.739; 1043; 2679
Im Kreis Recklinghausen öffnen jetzt nach und nach kleine stationäre Impfzentren. Möglich sind Erst- und Zweitimpfungen sowie Booster-Impfungen. Hier die aktuelle Übersicht:

Stationäre Impfzentren im Kreis gehen an den Start

Oer-Erkenschwick:

Samstags und sonntags von 10 bis 14 Uhr, mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr, in den Räumen des DRK, Agnesstr. 5. Anmeldung notwendig über www.schnelltest-drkoe.de.

Dorsten:

Montags, mittwochs und sonntags,10 bis 18 Uhr, Treffpunkt Altstadt (Auf der Bovenhorst), Terminvereinbarungen unter www.dorsten.de/impfzentrumsowie telefonisch (Mo-Fr) von 8 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 02362 66-4443.

Recklinghausen:

– Freitags von 15 bis 19 Uhr und samstags von 13 bis 18 Uhr, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) an der Kölner Straße, offenes Angebot ohne Terminvergabe.

– Montags, dienstags und freitags von 16 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr am Knappschaftskrankenhaus, Dorstener Str., nur mit Anmeldung unter www.klinikum-vest.de oder unter Telefon 02361/5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr). Aktuell aber keine freien Termine.

– Ab Freitag, 3. Dezember, freitags von 10 bis 14 Uhr am SkF-Stadtteilbüro Süd, Am Neumarkt 33, ohne Termin

– Ab Mittwoch, 1. Dezember, montags bis samstags von 11 bis 18 Uhr an der Vestlandhalle (24.12. bis 26.12 und 1.1. geschlossen), ohne Termin

Marl:

Mittwochs und donnerstags von 16 bis 20 Uhr an der Paracelsus-Klinik, Lipper Weg, nur mit Anmeldung unter www.klinikum-vest.de oder unter Telefon 02361/5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr), aktuell aber keine freien Termine.

Weitere stationäre Impfstellen des Kreises sind in Vorbereitung. Mehr Infos zu den Impfangeboten unter: www.kreis-re.de.

Darüber hinaus gibt es Sonderimpfaktionen im Kreis Recklinghausen:

Castrop-Rauxel:

– Sonntag, 12. Dezember, 10 bis 13.30 Uhr, Adventszelt auf dem Castroper Marktplatz, Erst- und Zweitimpfungen, Booster-Impfungen.

Herten

Samstag, 11. Dezember, 10 bis 16 Uhr, im Glashaus, Hermannstraße 16, Erst- und Zweitimpfungen, Booster-Impfungen.

Dorsten

– Samstag, 4. Dezember, 18 bis 22 Uhr, Atlantis Dorsten, Konrad-Adenauer-Platz 1

Erst- und Zweitimpfungen.

In NRW gelten jetzt neue Corona-Regeln

Ungeimpfte werden seit Mittwoch, 24. November, in NRW von zahlreichen Freizeitaktivitäten wie dem Restaurantbesuch, Kino oder Schwimmbad ausgeschlossen. Wie Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) erklärte, werden die 2G-Regelung im Freizeitbereich (Zugang nur für Geimpfte und Genesene) sowie die schärfere 2G-plus-Regelung (zusätzlich mit negativem Test) unabhängig von der Hospitalisierungsinzidenz umgesetzt.

Damit geht NRW weiter, als die Länder verabredet hatten. Dafür zeigt sich das Land großzügiger bei den Ungeimpften in Sachen Friseur- und medizinischem Fußpflegebesuch. Obwohl die Länderchefs auch alle körpernahen Dienstleistungen nur noch unter 2G-Bedingungen erlauben wollten, lässt NRW hier auch getestete Ungeimpfte zu. Die wichtigsten Details:

Kultur- und Freizeit: Museen, Ausstellungen, Konzerte, Theater, Kinos, Tierparks, Zoos, Freizeitparks, Schwimmbäder und Wellness-Einrichtungen sind ab diesem Mittwoch nur noch für Geimpfte und Genesene zugänglich. Darunter fallen zudem Sportveranstaltungen, Weihnachtsmärkte, Volksfeste sowie touristische Hotelübernachtungen. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre sind davon ausgenommen.

Tanz und Karneval: In Diskotheken, Clubs und bei Karnevals- und Brauchtums-Events mit Singen und Schunkeln und engem Kontakt gilt 2G plus . Hierbei zeigt sich das Land bei den Nachweisen großzügiger: Die PCR-Tests sind wieder 48 Stunden gültig, Schnelltests 24 Stunden. Zuvor waren es beim PCR-Test 24 und beim Schnelltest sechs Stunden gewesen.

Auch bei 2G-plus-Veranstaltungen gilt eine Ausnahme für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre.

Arbeit: Zugang zum Betrieb sollen Beschäftigte nur dann bekommen, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind. Geimpfte und Genesene müssen das belegen. Ungeimpfte, die nicht von zu Hause arbeiten können, müssen einen tagesaktuellen Test (oder einen maximal 48 Stunden alten PCR-Test) vorlegen. Selbsttests vor Ort unter Aufsicht des Arbeitgebers sind möglich.

Zusätzlich mit 3G: Die 3G-Regelung gilt nun auch für den Hochschulbetrieb, also in den Bibliotheken und Mensen, zudem bei kommunalen Gremien, Beerdigungen und standesamtlichen Trauungen. Auch die Beschäftigten auf den Weihnachtsmärkten dürfen ungeimpft sein. Laumann erklärte dies mit dem Recht auf freie Berufsausübung.

Bußgelder: Wer weder genesen noch getestet ist und an einer 2G-Veranstaltung teilnimmt, muss 250 Euro Bußgeld zahlen, für die Veranstalter oder Betreiber, die nicht Immunisierte einlassen, werden 1000 Euro fällig. Hat der Veranstalter selbst einen gefälschten Impfpass, verdoppelt sich das Bußgeld von bislang 1000 Euro auf dann 2000 Euro. Unterlässt er zudem die Kontrolle der Test- und Impfnachweise, beträgt das Bußgeld 2000 Euro (bislang 500 Euro).

Die Fälschung eines Testnachweises schlägt mit 2000 bis 5000 Euro zu Buche (bisher 1000 Euro).

RKI registriert 45.753 Corona-Neuinfektionen

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erstmals seit mehr als drei Wochen wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 452,2 an. Am Montag war ein Höchstwert von 452,4 erreicht worden. Vor einer Woche hatte der Wert bei 399,8 gelegen (Vormonat: 153,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 45.753 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 45.326 Ansteckungen gewesen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 388 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 309 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.836.813 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 5,52 an (Freitag: 5,97). Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet. Er spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstag mit 4.893.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 101.344. .

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Dienstag, 30. November, bei 285,9 (Vortag: 276,8). Er ist damit weiter gestiegen und befindet sich deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Sachsen hat die 1000-er Grenze bereits klar überschritten und mit 1268,9 unter den Bundesländern den höchsten Inzidenzwert, vor Thüringen (aktuell 936,8) und Brandenburg (aktuell 727,8).

Die für die Lagebewertung wichtige 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz in Nordrhein-Westfalen ist leicht gestiegen und liegt aktuell laut Landeszentrum Gesundheit bei 4,14 (Vortag: 3,84). Es gab am Montag sechs Verdachtsfälle der neuen Corona-Variante Omikron in NRW. Der Anteil der Covid-19-Patienten gemessen an der Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Intensivbetten liegt in NRW am Dienstag bei 13,23 Prozent (Vortag: 14,52).