Pandemie-Newsblog

Kreis Recklinghausen: Inzidenzwert steigt auf 17,6

Die Zahlen zu den Corona-Infektionen im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir regelmäßig. Wir halten Sie im Newsblog auf dem Laufenden. Am Montag, 2. August, steigt der Inzidenzwert nach nur kurzem Absinken wieder, und zwar von 12,4 auf 17,6.
Das Impfzentrum des Kreises RE am Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen. © Meike Holz

Update 2. August, 8.30 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Kreis Recklinghausen wieder gestiegen – und zwar von 12,4 am Vortag auf 17,6. Zum Vergleich: Ihren vorläufigen Tiefstwert hatte die Inzidenz hier am Donnerstag, 8. Juli, mit 3,6 erreicht.

Im Kreis Recklinghausen gelten inzwischen wieder die regionalen Regeln der Inzidenzstufe 1. Bei den verschärften Regeln der Inzidenzstufe 1 gibt es unter anderem wieder mehr Kontaktbeschränkungen (siehe ganz unten den Absatz: „Das sind die Regeln der Inzidenzstufe 1“).

Grundlage für den Wechsel von Inzidenzstufe 0 auf Inzidenzstufe 1 ist laut Coronaschutzverordnung des Landes NRW, dass die Sieben-Tage-Inzidenz an acht aufeinanderfolgenden Tagen über 10 liegt. Bei den genannten Zahlen handelt es sich um die Werte, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht werden und die entscheidend sind für die Anordnung staatlicher Maßnahmen. Der Inzidenzwert gibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen wieder.

Da die Zahl landesweit ebenfalls kontinuierlich gestiegen ist und deutlich über dem Wert 10 verharrt (aktuell: 24,5), gilt in NRW seit Montag (26. Juli) die Landesinzidenzstufe 1.

Die Landesinzidenzstufe 1 heißt unter anderem: generelle Maskenpflicht in Innenräumen, also nicht nur in Arztpraxen, Bussen und Bahnen, sondern beispielsweise auch wieder in Gaststätten, Museen, Zoos und Gottesdiensten. Für den Einzelhandel kehrt die Flächenbegrenzung von einem Kunden je zehn Quadratmeter zurück. Volks- und Schützenfeste, Tagungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sowie der Betrieb von Diskotheken und Clubs in Innenräumen sind bis zum 27. August untersagt.

Freie Terminkapazitäten in den Impfzentren

Auch im Kreis Recklinghausen dominiert nach Angaben des Gesundheitsamtes die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus das Geschehen. Experten des Robert-Koch-Instituts gehen davon aus, dass bereits bis zu 75 Prozent aller Neuinfektionen auf die erstmals in Indien aufgetauchte Mutation zurückzuführen sind. Eine vollständige Impfung gilt als bester Schutz vor Delta – vor allem auch gegen schwere Verläufe der Erkrankung. Die Impfzentren in der Region verfügen im Moment über freie Terminkapazitäten und jede Menge Impfstoff, in Recklinghausen geht es sogar seit Freitag, 9. Juli, ganz flexibel ohne Termin. Verimpft werden die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna.

Mittwoch können wieder Kinder ab 12 Jahren geimpft werden

Jetzt können auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren im Recklinghäuser Impfzentrum immunisiert werden. Der Startschuss erfolgte am 28. Juli. Geimpft wird immer am Mittwoch und am Samstag zwischen 14 und 18.30 Uhr. „In dieser Zeit werden wir dann auch die entsprechenden Mediziner vor Ort haben, die die Gespräche mit den jungen Menschen und ihren Eltern führen“, erklärt Dr. Hermann Geldmann, medizinischer Leiter des Impfzentrums. Damit das eigene Kind geimpft werden kann, muss die Einwilligung aller sorgeberechtigen Personen vorliegen. Für das Aufklärungsgespräch sollte etwas mehr Zeit mitgebracht werden.

Die Impfung der Kinder und Jugendlichen ist – wie die Impfung aller – ohne vorherige Terminvereinbarung an den entsprechenden beiden Nachmittagen möglich. Mitgebracht werden sollten der Personalausweis und falls vorhanden Impfpass und Gesundheitskarte.

Frühere Impfung nach Infektion möglich

Das Land NRW hat seine Vorgaben auch in anderer Hinsicht aktualisiert: Wer mit dem Corona-Virus infiziert war, aber keine Beschwerden und somit einen asymptomatischen Krankheitsverlauf hatte, kann bereits vier Wochen nach der Labordiagnose geimpft werden – statt nach sechs Monaten. Das teilte die Kreisverwaltung mit. In Einzelfällen könne eine frühere Impfung auch bei Krankheitsverläufen mit Symptomen sinnvoll sein, hieß es. Dann sollte die Genesung wiederum, nicht das Testergebnis, mindestens vier Wochen zurückliegen. Als Nachweis müssen Genesene ihr positives PCR-Testergebnis bzw. einen Nachweis über die Genesung vorlegen. Ebenfalls kürzere Abstände sind ab sofort bei Impfungen mit dem Impfstoff Biontech möglich. Das Impfintervall soll auf den Mindestabstand von drei Wochen reduziert werden (statt bisher sechs Wochen).

Regierungsbezirk: Gelsenkirchen hat weiterhin den höchsten Wert

Im Regierungsbezirk Münster ist der Inzidenzwert weiterhin in Gelsenkirchen am höchsten, er bleibt dort bei 22,0. Die niedrigsten Zahlen registriert derzeit Bottrop, hier liegt der Inzidenzwert bei 8,5. Hier die Übersicht über die Inzidenzwerte aller Städte und Kreise im Regierungsbezirk, wie sie vom Landeszentrum Gesundheit veröffentlicht wurden (Stand 2. August, 0 Uhr; Vortageswert in Klammern):

– Stadt Gelsenkirchen 22,0 (22,0)

– Kreis Steinfurt 19,4 (20,3)

– Stadt Münster 20,0 (18,7)

– Kreis Borken 18,0 (18,0)
– Kreis Coesfeld
14,1 (14,1)

– Kreis Warendorf 13,3 (13,3)

– Kreis Recklinghausen 17,6 (12,4)

– Stadt Bottrop 8,5 (8,5)

Den höchsten Inzidenzwert hat Gladbeck

Der vom Kreis Recklinghausen erhobene Inzidenzwert ist wiederum gestiegen: Er beträgt am Montag 16,6 (Freitag: 13,4). Den höchsten Inzidenzwert hat weiterhin Gladbeck mit 47,6. Sechs Städte im Kreis haben noch einen Wert unter 10, am niedrigsten ist er in Datteln mit 2,9. Hier die Situation in den kreisangehörigen Städten (Stand 2. August, 6 Uhr; der Wert vom Freitag in Klammern, denn vom Kreis Recklinghausen selbst gab es am Wochenende keine aktuellen Corona-Infektionszahlen. Der Kreis veröffentlicht diese derzeit nur montags bis freitags):

– Datteln 2,9 (0,0)
– Waltrop 3,4 (3,4)
– Oer-Erkenschwick 6,4 (6,4)
– Haltern 7,9 (10,6)
– Marl 9,5 (15,5)
– Recklinghausen 9,9 (9,9)
– Dorsten 14,7 (12,0)
– Herten 16,2 (6,5)
– Castrop-Rauxel 25,9 (24,5)
– Gladbeck
47,6 (34,4)

Gesamt 16,6 (14,3)


Insgesamt gelten am Freitag 186 Menschen im Kreis Recklinghausen als infiziert. Die Zahl der Verstorbenen liegt bei 984. Acht Covid-19-Patienten befinden sich – Stand 2. August – in den Kliniken im Kreisgebiet in stationärer Behandlung. Drei werden auf der Intensivstation behandelt. Laut Divi-Intensivregister sind im Kreis RE 46 von 195 Intensivbetten nicht belegt.

Geimpft wurden bisher im Kreis 372.287 Personen. Davon haben 57.480 nur die Erstimpfung und 314.807 auch schon die Zweitimpfung erhalten. Seit dem 27.12.2020 wurden in den zehn Städten insgesamt 667.130 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht mehr vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 53,7 Prozent. Detaillierte Zahlen aus dem Kreis Recklinghausen

Die detaillierten Corona-Zahlen aus den Städten vom 2. August (Fälle insgesamt, Genesene, Verstorbene, aktuell bestätigte Fälle):

Castrop-Rauxel: 3911; 3794; 88; 29

Datteln: 1845; 1752; 86; 7

Dorsten: 2935; 2839; 74; 22

Gladbeck: 4946; 4748; 151; 47

Haltern am See: 1011; 992; 13; 6

Herten: 3587; 3450; 120; 17

Marl: 4448; 4298; 124; 26

Oer-Erkenschwick: 1766; 1695; 68; 3

Recklinghausen: 6236; 5984; 225; 27

Waltrop: 1323; 1286; 35; 2

Gesamt: 32.008; 30.838; 984; 186

Das sind die Regeln in der Inzidenzstufe 1

Seit Dienstag (27. Juli) gelten im Kreis Recklinghausen die regionalen Regeln der Inzidenzstufe 1.

  • In der Inzidenzstufe 1 werden die Kontaktbeschränkungen verschärft: Erlaubt sind dann Zusammentreffen von Personen aus bis zu fünf Haushalten ohne Personenbegrenzung, an dem auch immunisierte Personen aus weiteren Hausständen teilnehmen dürfen. In der Inzidenzstufe 0 gab es kein Limit.
  • Außerdem zulässig sind unabhängig von der Anzahl der Haushalte Zusammentreffen von bis zu 100 Personen, die alle über einen Negativtestnachweis verfügen, wobei immunisierte Personen zusätzlich teilnehmen dürfen und Kinder bis zum Schuleintritt von dem Testerfordernis ausgenommen sind.
  • Generell werden die Öffnungen in einigen Bereichen wieder vermehrt an negative Testergebnisse gebunden. So sind beispielsweise Kultur-Veranstaltungen außen und innen mit maximal 1000 Personen möglich, wenn die Besucherinnen und Besucher über ein negatives Testergebnis verfügen.
  • Partys und ähnliche Feiern sind im Freien ohne Mindestabstand und ohne Maskenpflicht mit bis zu 100 Gästen und innen mit bis zu 50 Gästen möglich, wenn ein negativer Testnachweis vorliegt und einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.
  • Ein Freibadbesuch bleibt allerdings auch in der Stufe 1 ohne Test möglich, ebenso wie ein Besuch im Innenbereich eines Restaurants.
  • Vollständig Geimpfte und Genesene werden in NRW negativ Getesteten gleichgesetzt.

Bundes- und Landesweit steigen die Inzidenzwerte

Sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene steigt die Sieben-Tage-Inzidenz weiter an: So liegt Nordrhein-Westfalen laut RKI am Montag bei 24,5 (Vortag: 24,0). Bundesweit steigt die Sieben-Tage-Inzidenz nun seit Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montagmorgen lag sie bei 17,8 – am Vortag betrug der Wert 17,5, am Samstag der Vorwoche 13,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 847 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards in den frühen Morgenstunden wiedergeben.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 1 Todesfall verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.772.109nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

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