Landrat Klimpel: Energiewende ist ohne das Handwerk nur schwer umsetzbar

Landrat Bodo Klimpel: „Denken wir an die Energiewende, die für den Schutz unseres Klimas unumgänglich ist – ohne das Handwerk, das zum Beispiel Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern installiert, ist die nur schwer umsetzbar.“
Landrat Bodo Klimpel: „Denken wir an die Energiewende, die für den Schutz unseres Klimas unumgänglich ist - ohne das Handwerk, das zum Beispiel Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern installiert, ist die nur schwer umsetzbar.“ © Gutzeit/dpa
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Das Handwerk ist in unserer Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit großem Potenzial – besonders auch mit Blick auf Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Digitalisierung und Mobilität. So sehen es der Kreis Recklinghausen und die Handwerkskammer Münster – und haben es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, das Handwerk vor Ort mit seinen 130 Ausbildungsberufen zu stärken.

Insgesamt 17 Partner konnten von den beiden Initiatoren gewonnen werden, die nun gemeinsam mit ihnen eine Kooperationsvereinbarung zur Stärkung des Handwerks unterzeichnet haben. Mit dabei sind die zehn kreisangehörigen Städte, die Kreishandwerkerschaften Emscher-Lippe-West, Herne und Recklinghausen, die Agentur für Arbeit Recklinghausen, das Jobcenter Kreis Recklinghausen und natürlich die Handwerkskammer Münster und der Kreis Recklinghausen.

Eine der sichersten Säulen der Wirtschaft

„Wir alle haben gerade in den schwierigen Jahren der Pandemie festgestellt, dass das Handwerk eine der sichersten Säulen unserer Wirtschaft ist. Und sicherlich auch, dass wir auf das Handwerk nicht verzichten können“, sagt Landrat Bodo Klimpel. Wie wichtig es nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für unsere Zukunft ist, macht er an einem einfachen Beispiel deutlich: „Denken wir an die Energiewende, die für den Schutz unseres Klimas unumgänglich ist – ohne das Handwerk, das zum Beispiel Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern installiert, ist die nur schwer umsetzbar“, sagt Landrat Bodo Klimpel.

Besonders freue sich der Landrat über die Bereitschaft zur Kooperation von allen Beteiligten: „Neben den Städten und Handwerkskammern sind gerade auch die Agentur für Arbeit Recklinghausen und das Jobcenter starke Partner, die den Arbeitsmarkt im Kreis Recklinghausen im Blick haben“, so Klimpel.

Wertschätzungskampagne wird erarbeitet

Die Ziele der Kooperation fasst Hans Hund, Präsident der Handwerkskammer Münster, zusammen: „Wir wollen die Wertschätzung für das Handwerk vor Ort erhöhen. Unsere Botschaft lautet: Handwerk bringt Qualifizierung, Zukunftstechnologien, Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz voran.“ An dem alten Spruch „Geht es dem Handwerk gut, geht es der Stadt gut – und umgekehrt“ sei sicherlich auch heute noch etwas dran. Über 6000 Handwerksunternehmen mit mehr als 3.700 Fachkräften, rund 2.600 Auszubildende und einem Jahresumsatz von über 4 Milliarden Euro sprächen eine deutliche Sprache.

Als erste Maßnahme verabreden die Kooperationspartner die Erarbeitung und Umsetzung einer Wertschätzungskampagne für das Handwerk. Präsentiert werden sollen dabei die unterschiedlichen Berufsfelder mit ihren Entfaltungs- und Karrieremöglichkeiten, um zu einer Ausbildung und Weiterqualifizierung zu ermuntern.

Im Rahmen des Nachhaltigkeitspreises „Vestische Pioniere“ wurde der Branchenpreis in diesem Jahr bereits dem Handwerk gewidmet. Noch bis zum 26. Oktober können sich Betriebe mit ihren nachhaltigen Projekten dafür bewerben. Als weiterer Baustein soll das in der Vorbereitungsphase entstandene Netzwerk durch regelmäßige Treffen verstetigt werden.