Werkstätten

Mehrgenerationen-Vorhaben: WissensWerk – so geht Inklusion heute

WissensWerk - eine neue Einrichtung am bewährten Standort: Die Recklinghäuser Werkstätten zeigen, wie Inklusion heute gehen muss und geht.
Gruppenbild mit Schlüssel (v.l.n.r. Dr. Sebastian Sanders, Jutta Hübner, Christa Stüve, Martina Eißing, Dr. Dietmar Kehlbreier, Norbert Lypiak, Heike Strototte, Saskia Karpenstein, Superintendentin im Kirchenkreis RE). © Diakonie

Ab sofort vermitteln die Recklinghäuser Werkstätten geballtes Wissen für Menschen mit Handicap an einem zentralen Ort. Auf dem Gelände an der Alten Grenzstraße in Recklinghausen-Süd ist ein Mehrzweckgebäude entstanden, in dem bis zu 158 Teilnehmende aus dem gesamten Kreis Recklinghausen auf ihren weiteren Berufsweg vorbereitet werden. Das kann eine Beschäftigung in einer der elf Werkstätten im Kreis sein oder eine Weitervermittlung in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Moderne und offene Bildung

„Das WissensWerk steht für eine moderne und offene Bildung“, sagte Geschäftsführerin Christa Stüve beim Festakt zur Eröffnung. Geschäftsfeldleiterin Heike Strototte skizzierte die Geschichte der Einrichtung von der ersten Anlernwerkstatt für Jugendliche in Marl, 1968, über die Eröffnung des Standortes Recklinghausen-Süd im Jahr 1976 und die Etablierung des Berufsbildungsbereichs im Jahr 2000 bis hin zur heutigen Inklusion als „Mehrgenerationen-Vorhaben“. „Das Wissenswerk ist Haltung und ganz viel praktisches Tun“, brachte sie das neue Angebot auf den Punkt.

Das Catering ist hausgemacht und überzeugend. © Diakonie

Norbert Lypiak überbrachte die Glückwünsche der Mitarbeitervertretung, Christian Meißner vom Werkstattrat steuerte erste Erfahrungen mit dem neuen Gebäude bei: „Wir haben schon geguckt – besonders gut ist die neue Küche“. Das betrifft sowohl die „Hard-“ als auch die „Software“, wovon sich die Festgäste überzeugen konnten.

Räumlichkeiten zeigen sich großzügig

In den neuen, großzügigen Räumlichkeiten werden die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Einschränkungen und Förderbedarfen u.a. in Berufsfeldern wie Holzverarbeitung, Garten- und Landschaftsbau, Hauswirtschaft, Bürokommunikation und Textilverarbeitung qualifiziert. Geräumige Gruppenräume und ausreichend Rückzugsorte sorgen für eine angenehme Lernatmosphäre, was Dr. Sebastian Sanders, Sozialdezernent der Stadt Recklinghausen in seinem Grußwort bestätigte: „Ein guter Raum ist wie ein weiterer Pädagoge. So einen Raum haben Sie mit dem WissensWerk geschaffen.“

Die stellvertretende Landrätin Martina Eißing erinnerte sich an viele positive Begegnungen mit der Diakonie und zog daraus einen Schluss, auf den sie sicher in Zukunft noch angesprochen wird: „Gelder müssen in dieser Richtung immer fließen.“

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