Menschen im Ruhrgebiet sollen sich auf Energiekrise vorbereiten

Im Lichthof des RVR-Verbandsgebäudes in Essen stellten Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum (2.v.r.), Thomas Kufen, Essener Oberbürgermeister (2.v.l.), Rolf-Erich Rehm, Kreisbrandmeister aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis (r.), und Gordon Niederdellmann vom Technischen Hilfswerk in Gelsenkirchen die Kampagne vor.
Im Lichthof des RVR-Verbandsgebäudes in Essen stellten Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum (2.v.r.), Thomas Kufen, Essener Oberbürgermeister (2.v.l.), Rolf-Erich Rehm, Kreisbrandmeister aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis (r.), und Gordon Niederdellmann vom Technischen Hilfswerk in Gelsenkirchen die Kampagne vor. © RVR/Wiciok
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Unter dem Slogan „#besserbereit“ soll in den kommenden Wochen eine Kampagne die Bevölkerung des Ruhrgebiets motivieren, sich auf Gas- und Stromausfälle im Winter vorzubereiten. Die über fünf Millionen Einwohnerinnen und Einwohner des größten Ballungsraums Deutschlands werden dabei etwa aufgefordert, Energie zu sparen, ausreichend Lebensmittelvorräte anzulegen und sich solidarisch zu verhalten. Auch der Kreis Recklinghausen beteiligt sich an der Kampagne.

Geplant sind unter anderem Plakate und Anzeigen im Internet. Die Plakate mit Sätzen wie: „Wer zusammenhält, ist #besserbereit“ oder „Damit wir nicht kalt erwischt werden“ sollen von diesem Freitag (30. September) an zu sehen sein.

„Jeder kann seinen, ihren Beitrag leisten, besser durch die Krise zu kommen“, sagte Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) bei der Vorstellung der Kampagne in Essen. So könne etwa jeder mithelfen, möglichst wenig Gas und Strom zu verbrauchen. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) sagte: „Jede eingesparte Kilowattstunde Gas oder Strom bringt uns besser durch diesen Winter.“

Flyer in elf Sprachen übersetzt

An der Kampagne beteiligen sich alle Kommunen und Kreise des Regionalverbands Ruhr. Ein in elf Sprachen übersetzter Flyer rät etwa, einen Lebensmittelvorrat nach und nach anzuschaffen und nicht „alles auf einmal“. Pro Person wird die Bevorratung von 20 Litern Getränke empfohlen, was für zehn Tage reichen soll. Gekocht werden könne im Freien mit einem Campingkocher mit Gaskartusche.

Zentrales Element der Kampagne ist die Website besserbereit.ruhr: Sie informiert die Menschen im Ruhrgebiet ausführlich zu den Themen Selbsthilfe, staatliche Vorsorge sowie zur Gasversorgungslage. Die Inhalte der Website soll es im Laufe der Kampagne auch in den Fremdsprachen Türkisch, Arabisch, Englisch und Russisch sowie in Leichter Sprache geben.