Pandemie-Newsblog

Kreis RE: Inzidenz sinkt gegen den Trend – aber acht weitere Todesfälle

Die Zahlen zur Corona-Situation im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir im Newsblog regelmäßig. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt hier am Donnerstag, 6. Oktober, bei 347,3.
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Update 6. Oktober, 7.55 Uhr

Bei den Corona-Infektionen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen gegen den allgemeinen Trend gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Donnerstag, 6. Oktober, für den Kreis einen Inzidenzwert von 347,3 veröffentlicht (Vortag: 372,1). Am Donnerstag vor einer Woche betrug der Wert im Kreis 331,3, er ist in der längerfristigen Perspektive also gestiegen.

Landes- und bundesweit sind die Inzidenzwerte im Vergleich zum Mittwoch gestiegen: In NRW beträgt die Inzidenz, die die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen je 100.000 Einwohner wiedergibt, am Donnerstag 395,9 (Vortag: 346,7), im Bund 462,4 (Vortag: 414,0).

Allerdings sind die Inzidenzwerte grundsätzlich mit Vorsicht zu betrachten: Fachleute gehen davon aus, dass eine hohe Zahl an Fällen nicht in den RKI-Daten erfasst ist. Ein Grund dafür: ein überlastetes Melde- und Testsystem. Eine Rolle könnte auch spielen, dass einige Menschen ihren positiven Selbst- oder Schnelltest nicht mit einem PCR-Test abklären lassen. Sie tauchen dann nicht in der Statistik auf. Auch Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme können das Bild verzerren. Oder eben die Tatsache, dass viele Bundesländer am Wochenende Zahlen gar nicht oder nicht vollständig ans Robert Koch-Institut (RKI) melden.

Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird jedoch nur landesweit ausgewiesen (siehe unten).

Regierungsbezirk: Kreis Recklinghausen ist die Ausnahme

Im Regierungsbezirk Münster sind die Inzidenzen – mit Ausnahme des Kreises Recklinghausen – flächendeckend gestiegen, überwiegend sogar recht deutlich. Im Kreis Warendorf hat die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 600 überstiegen. Am günstigsten sieht die Situation aktuell in Gelsenkirchen aus. Nachfolgend die Übersicht über den Regierungsbezirk Münster im Detail (Quelle: RKI, Stand: 6. Oktober, 3.08 Uhr, Samstagswerte in Klammern):


Kreis Warendorf: 605,4 (525,9)

Kreis Coesfeld: 465,8 (321,2)

Münster: 448,2 (351,6)

Kreis Steinfurt: 394,7 (341,4)

Kreis RE: 347,3 (372,1)

Bottrop: 340,1 (170,5)

Kreis Borken: 325,8 (302,7)

Gelsenkirchen: 290,6 (237,2)

NRW-weit hat der Kreis Minden-Lübbecke (750,3) die negative Spitzenposition inne, am unteren Ende steht Krefeld (33,9). Und so sieht die Situation in den Nachbarregionen des Vests im Ruhrgebiet aus: Dortmund kommt auf eine Inzidenz von 354,4, Herne auf 396,5, Essen auf 391,4, Bochum auf 265,5, der Kreis Unna auf 407,6 und der Kreis Wesel auf 399,8.

Kreis RE: 476 Neuinfektionen und acht Todesfälle

Der Kreis Recklinghausen hat gemeinsam mit seinen zehn Städten beschlossen, die detaillierte Veröffentlichung der Zahlen auf einen Tag in der Woche zu beschränken. Es werden immer freitags die Daten für die kreisangehörigen Städte zur Verfügung gestellt (siehe unten), nicht mehr täglich. Der Kreis meldet seine Daten nach eigenen Angaben jedoch täglich an die übergeordneten Behörden – allerdings mit Ausnahme vom Wochenende. Der Statistik des RKI für Donnerstag, 6. Oktober, ist zu entnehmen, dass die Zahl der seit Pandemiebeginn registrierten Corona-Fälle im Kreis Recklinghausen bei 210.588 liegt. Es sind also 476 Neuinfektionen hinzugekommen. Die Zahl der Menschen, die im Kreis Recklinghausen in Verbindung mit dem Virus gestorben sind, ist um acht gestiegen und liegt mittlerweile bei 1514. Verstorben sind in Castrop-Rauxel ein 63-jähriger Mann, in Dorsten ein 52 Jahre alter Mann, in Gladbeck eine 74-jährige Frau, in Herten zwei Frauen im Alter von 82 und 85 Jahren sowie ein 90 Jahre alter Mann und in Recklinghausen zwei Frauen im Alter von 84 und 98 Jahren.

Die jüngsten lokalen Daten aus dem Kreis:

Hier die Zahlen vom Kreis Recklinghausen für die zehn kreisangehörigen Städte – vom Freitag, 30. September. Im Vergleich zur Vorwoche ist der Inzidenzwert flächendeckend gestiegen, in Oer-Erkenschwick hat er sich sogar mehr als verdoppelt. Am höchsten ist die Inzidenz aktuell in Dorsten, am niedrigsten in Datteln. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 30. September, 6.30 Uhr; der Wert vom 23. September in Klammern):

Dorsten: 460,1 (234,9)

Castrop-Rauxel: 439,3 (277,6)

Haltern: 439,1 (280,1)

Oer-Erkenschwick: 407,7 (152,2)

Marl: 340,5 (244,3)

Herten: 335,4 (281,3)

Waltrop: 322,8 (213,8)

Recklinghausen: 317,0 (222,2)

Gladbeck: 276,1 (200,0)

Datteln: 269,5 (184,4)

Gesamt: 360,8 (234,0)

In der folgenden Übersicht ist die Zahl der bisherigen Corona-Fälle insgesamt in den jeweiligen Städten sowie die Zahl der Verstorbenen aufgelistet (Stand: Freitag, 30. September):

Castrop-Rauxel: 24.511; 149;

Datteln: 10.264; 114;

Dorsten: 26.240; 131;

Gladbeck: 26.294; 207;

Haltern am See: 11.754; 33;

Herten: 22.664; 181;

Marl: 28.742; 188;

Oer-Erkenschwick: 10.130; 112;

Recklinghausen: 40.131; 327;

Waltrop: 8059; 59;

Gesamt: 208.825; 1501;

16 Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation

Laut Divi-Intensivregister (Stand: 6. Oktober, 7.18 Uhr) befinden sich im Kreis Recklinghausen 16 Corona-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 9), davon müssen vier künstlich beatmet werden (Vortag: 5). Zurzeit sind 42 von 177 Intensivbetten frei. Das sind 23,72 Prozent (Vortag: 20,11). Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis bei 9,04 Prozent (Vortag: 4,89).

Die Impfquote in NRW bleibt unverändert

Der Kreis Recklinghausen veröffentlicht keine kreisweiten Impfzahlen mehr, sondern verweist in seinem Dashboard nur noch auf die Impfquoten des Landes. Vollständig geimpft sind in ganz NRW demnach 79,4 Prozent, unvollständig weitere 2,3 Prozent der Menschen (Stand: 28. September 2022). Die Impfquote hat sich damit innerhalb der letzten Wochen nicht verändert.

Die aktuellen Öffnungszeiten der Impfstellen

Seit dem 24. September verabreicht der Kreis Recklinghausen den auf die Omikron-Varianten BA.1 und BA.4/5 angepassten Corona-Impfstoff von Biontech in seinen kommunalen Impfstellen.

Die aktuellen Öffnungszeiten der beiden kommunalen Impfstellen des Kreises Recklinghausen: In Marl an der Bachstraße 34 wird jeden Freitag von 15 bis 19 Uhr geimpft, in Recklinghausen an der Kölner Straße 20 jeden Samstag von 14 bis 18 Uhr. Die beiden Impfstellen sind für den gesamten Kreis Recklinghausen zuständig.

Darüber hinaus besteht auch weiterhin für alle die Möglichkeit, sich bei niedergelassenen Ärzten und in einigen Apotheken gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. In Arztpraxen wird auch teilweise bereits der neue angepasste Corona-Impfstoff verimpft. Mehr Informationen zu den Impfungen gibt es auf www.kreis-re.de/coronaimpfung.

Weitere Impfmöglichkeiten:

– Marl, Paracelsus-Klinik (Kapelle), Öffnungszeiten: mittwochs und donnerstags, jeweils 16 bis 20 Uhr, Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen, Anmeldung erforderlich: www.klinikum-vest.deoder Tel. 02361 5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr)

– Recklinghausen, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen (Pflegeschule), Dorstener Straße 151, Öffnungszeiten: montags, dienstags, freitags und samstags jeweils 16 bis 20 Uhr, Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen, Anmeldung erforderlich: www.klinikum-vest.deoder Tel. 02361 5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr)

Der Kreis Recklinghausen hat einen Handlungsleitfaden entwickelt. Der ist zu finden unter: www.kreis-re.de/positiv.

Bundesweit 132.494 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 462,4 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 414,0 gelegen (Vorwoche: 409,9; Vormonat: 219,1). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 132.494 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 78.863) und 97 Todesfälle (Vorwoche: 94) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 33.652.255 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Im Saarland ist die Inzidenz am höchsten

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Donnerstag bei 395,9 (Vortag: 346,7). Den höchsten Wert unter den Bundesländern hat derzeit das Saarland (950,0), den niedrigsten Hamburg (185,3).

Die für die Lagebewertung wichtige Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt in Nordrhein-Westfalen laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) am Donnerstag bei 7,30 (Vortag: 5,27).

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