Blütenpracht

Wie kann man seine Sommerblumen vermehren?

Sie wollen mehr von ihren schönsten Sommerblumen im Beet? Sie lassen sich vermehren - und das mit ein paar einfachen Tricks.
Sie wollen mehr von den Sommerblumen im Beet? Diese lassen sich ganz einfach vermehren. © Adobe Stock

Sind Sie schon bereit, den Sommer ziehen zu lassen? Die gute Nachricht: Sie können schon jetzt anfangen, sich auf den nächsten Sommer vorzubereiten. Denn jetzt ist die richtige Zeit, von den schönsten Blumen im Beet Ableger zu ziehen.

Das bringt gleich zwei tolle Sachen mit sich: Zum einen mehr von den Lieblingsblumen fürs nächste Jahr. Zum anderen lassen sich die Pflanzen dadurch besser überwintern.

Denn klassische Balkon- und Kübelpflanzen erreichen bis zum Saisonende große Ausmaße und brauchen Platz in einem frostfreien, aber kühlen Winterlager. Viele haben keinen Platz für große Pflanzen, für kleinere Stecklinge hingegen schon eher.

Sommerblumen vermehren – so geht’s

Das Vermehren ist denkbar einfach. Man schneidet einen Trieb der alten Pflanze ab und steckt ihn ins Wasser oder die Erde. Das war es auch schon – kein Scherz, nach wenigen Wochen haben Sie nun ein weiteres Exemplar Ihrer Lieblingsblume.

Man spricht hierbei übrigens von der Vermehrung durch Stecklinge. Das geht mit vielen Beet- und Balkonblumen, etwa Fuchsien, Pelargonien und Wandelröschen. Aber auch von Kräutern wie Lavendel, Rosmarin, Zitronenverbene und Minze lässt sich so Nachwuchs ziehen.

Um dem Pflanzennachwuchs den Start zu erleichtern, kann man noch Folgendes tun:

Tipp 1: Sauber abschneiden und die meisten Blätter entfernen

Man sollte junge Triebe von gesunden und kräftigen Eltern-Pflanzen abschneiden, die nicht mehr weich sind. Profis sprechen dann von verholzten Trieben. Der Steckling sollte möglichst frei von Blüten und Knospen sein und drei bis vier Blattpaare haben.

Der Steckling wird direkt unterhalb eines Blattpaares mit einem scharfen Messer abgeschnitten. Grundsätzlich rät man beim Abschneiden von Pflanzen von stumpfen Klingen ab, denn diese können eine Pflanze verletzen.

Die weiteren kleinen Blätter am Stiel werden entfernt. Sollte sich kein Trieb ohne Blüten finden, werden diese so abgenommen, dass der Stiel nicht beschädigt wird.

Tipp 2: Folie über Topf spannen

Wer die Stecklinge direkt in Substrat stecken möchte, sollte nährstoffarme Aussaaterde wählen. Man kann sie zusätzlich mit Sand mischen. Die Stecklinge werden einfach in die Mitte des Topfs gesteckt, angegossen und leicht mit Folie abgedeckt.

Diese wird am besten täglich gehoben, so dass hohe Luftfeuchte und Schwitzwasser weggelüftet werden und Pilze die Pflanze nicht befallen können. Der Steckling sollte hell, aber nicht in der direkten Sonne stehen.

Alternativ lassen sich viele Stecklinge in einem Wasserglas ziehen – dabei kann man gut die Wurzelbildung beobachten.

dpa

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