50 Gäste beim Mittagstisch in St. Marien

Ein Essen für Menschen mit wenig Geld

Der wöchentliche Mittagstisch im Pfarrzentrum St. Marien wird auch nach der Corona-Pause gut angenommen.
Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Mittagstisches zaubern den Gästen jeden Mittwoch nicht nur ein tolles Gericht auf den Teller, sondern auch oft auch ein Lächeln ins Gesicht. © Delia Kühler

Ein leckeres Mittagessen in guter Gesellschaft – dazu kommen viele Marler mittwochs ins Pfarrzentrum des Kirchturms St. Marien und essen gemeinsam. Bereits zum dritten Mal nach der Pandemie tischten die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen ein schmackhaftes Mittagsgericht mit Nachtisch auf.

Das Angebot im Pfarrzentrum an der Hülsbergstraße gibt es bereits viele Jahre. Es zeichnet sich durch ein einfaches Konzept aus: Geboten wird ein jeden Mittwoch wechselnder Mittagstisch mit einem Hauptgericht und einem Nachtisch. Von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr werden die Gerichte ausgegeben. Für diejenigen, die im Alltag mit wenig Geld auskommen müssen, kostet das liebevoll zubereitete Essen 70 Cent. Eingeladen sind auch Menschen, die sonst allein am Esstisch sitzen würden und lieber in Gesellschaft sein möchten. Für Besucher, die etwas mehr Geld geben können, kostet der Mittagstisch 2,50 Euro. Da das Angebot über Spenden finanziert wird, ist es erlaubt, mehr zu zahlen.

Gute Hausmannskost und ein Nachtisch

Die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen geben sich viel Mühe beim Kochen. Mit frischen Zutaten zaubern sie gute Hausmannskost. An diesem Mittwoch konnten die Besucherinnen und Besucher sich auf Spitzkohleintopf mit Hackbällchen und Quark mit Mandarinen freuen. Dabei war der Spitzkohl gespendet worden. „Wir freuen uns immer über solche Spenden, es ist auch schon vorgekommen, dass Menschen etwas aus ihrem eigenen Garten vorbeibringen“, sagt Gudrun Rosengarten, die den Mittagstisch ehrenamtlich unterstützt. Zwei Männer und neun Frauen treffen sich regelmäßig mittwochs und bekochen die Besucherinnen und Besucher.

Sind alle Gäste nach dem Mittag weg, setzt sich die Helfer-Gruppe zusammen und isst gemeinsam. Dabei wird der kommende Mittagstisch geplant. Es wird besprochen, was gekocht werden soll und wer die Zutaten einkauft.

Manche Gäste erzählen bewegende Geschichten

„Ich komme aus der Gemeinde und wollte etwas machen, sobald meine Kinder aus dem Haus sind“, erklärte Gudrun Rosengarten ihre Motivation, „dabei wollte ich immer mit Menschen in Kontakt treten. Es ist schön, weil man auch etwas von ihnen zurückbekommt. Manche erzählen bewegende Geschichten und sind froh, sie teilen zu können. Man merkt die Dankbarkeit oft an einem strahlenden Lächeln.“ Viele Stammgäste sitzen immer am gleichen Tisch. Obwohl der Mittagstisch nach der Corona-Pause mit circa 50 Gästen wieder gut angelaufen ist, waren es vor der Pandemie 60-80 Personen.

Während des Mittagstisches gibt es ein Angebot der „Allgemeinen Sozialberatung“. Menschen, die etwas besprechen möchten, können ebenfalls mittwochs von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr ins Pfarrzentrum St. Marien kommen und Frau Kutzner ansprechen.

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