Klara Hospiz: Die Warteliste ist lang

Redakteurin
Eine Frau steht auf einer Terrasse und zeigt auf die Fenster des Hauses.
Michaela Sommer ist sehr zufrieden mit der Entwicklung, die das Klara-Hospiz seit der Eröffnung im Juni genommen hat. © Stefan Korte
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Es ist noch sehr jung, erst im Juni eröffnet, und zieht nach wie vor viel Aufmerksamkeit auf sich. Mit dem Klara Hospiz wurde in Marl eine Lücke geschlossen, die es totkranken Menschen ermöglicht, ihr Leben fachkundig und liebevoll betreut, ohne Schmerzen und mit viel Lebensqualität zu beenden.

Wobei Hospizleiterin Michaela Sommer da durchaus noch Luft nach oben sieht. Zehn Plätze hat das Klara-Hospiz. „Der Bedarf ist aber eigentlich viel höher“, weiß Sommer. Die Warteliste sei schon jetzt lang, weswegen sie empfiehlt, sich immer bei mehreren Hospizen zu bewerben. Gleichwohl verändere sich die Warteliste auch ständig, sodass es auch nicht aussichtslos sei, einen Platz zu bekommen.

Sozialarbeiter fehlt noch

Darüber hinaus kann die engagierte Frau nur Gutes vermelden, wenn es um eine erste Bilanz geht: Das 19-köpfige Team sei zu einer stabilen Gemeinschaft zusammengewachsen und habe tragfähige Strukturen aufgebaut. Seit September ist die Besatzung fast vollständig – was noch fehlt, ist eine Sozialarbeiterin oder ein Sozialarbeiter für eine 70-Prozent-Stelle.

Eine große Bereicherung seien die vielen Ehrenamtlichen. „Da ist immer eine schöne Stimmung, und sie kommen gern“, berichtet Sommer. Und die positive Verankerung in der Bevölkerung freut sie ebenfalls ungemein: „Wir bekommen ständig Angebote z.B. von Leuten, die hier musizieren, etwas aufführen oder vorlesen möchten.“

Was ihr noch fehlt? „Ich möchte gern ein Café einrichten für Angehörige, die jemanden verloren haben.“