Infrastruktur in Marl

Kanalsanierung in Marl ohne Straßen aufzureißen – so wird es gemacht

Der Zentrale Betriebshof lässt in den Ferien Kanalsanierungsmaßnahmen durchführen. Normalerweise muss dafür die Straße aufgerissen werden. Doch es gibt ein alternatives Verfahren.
Michael Lauche, Chef des Zentralen Betriebshofs der Stadt Marl, erklärt die Vorteile der Kanalsanierung mit dem sogenannten Schlauchlining. © Ralf Deinl

Ab Montag, 11. Juli, wird in verschiedenen Straßenzügen des Stadtgebiets das öffentliche Kanalnetz verstärkt. Das teilt der Zentrale Betriebshof (ZBH) mit. Dabei kommt es phasenweise zu Einschränkungen der Parkplatznutzung in den Straßen Bahnhofstraße (Bereich A43-Brücke bis Schildstraße), Hermannstraße, Bachstelzenweg, Schwalbenstraße, Justus-Liebig-Straße und Röntgenstraße.

Der Grund für die Einschränkungen ist die Sanierung der Hauptkanalleitungen und der Schächte mit dem sogenannten grabenlosen Schlauchlining-Verfahren. „Der Vorteil: Der Straßenkörper muss nicht aufgegraben werden und die Bauzeit ist unschlagbar kurz“, sagt ZBH-Chef Michael Lauche.

Beim Schlauchlining wird in einem sanierungsbedürftigen Abwasserkanal ein Schlauch eingezogen, der sich von innen an die bestehende Rohrinnenwand legt. Damit er sich gut an die Rohrinnenwand anschmiegt, wird er prall mit Wasser oder Luft gefüllt. Die verwendeten Schläuche (die sogenannten Liner) sind mit Harz imprägniert. Das Besondere: Das Material reagiert mit Wärme oder Licht und härtet so aus. „Dabei kann es zu Geruchsentwicklungen kommen, die nicht gesundheitsschädlich sind“, so Lauche. Ist der Liner vollständig ausgehärtet, hat er sich in ein vollwertiges Rohr verwandelt, welches den sanierungsbedürftigen Kanal wieder für die nächsten Jahrzehnte ertüchtigt hat.

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