Illegaler Tierhandel gestoppt?

Polizei holt in Marl verwahrloste Hundewelpen von Lkw-Ladefläche

Polizisten haben an der Heisterkampstraße in Marl fünf Hunde in erbärmlichem Zustand aus einem geparkten Lkw geholt und damit mutmaßlich illegalen Tierhandel gestoppt.
Die Polizei hat verwahrloste Hunde an der Heisterkampstraße sichergestellt. © Polizei

Was ist passiert? Auf Anfrage der Marler Zeitung bestätigte die Pressestelle im Recklinghäuser Präsidium, dass eine Zeugin den Ball ins Rolle gebracht hat. Nach ihren Hinweis kontrollierten Polizisten am Freitag gegen 12.20 Uhr einen Lkw mit französischen Kennzeichen.

Auf der Ladefläche stieß die Streifenwagenbesatzung neben Maschinen auf zwei Käfige mit insgesamt fünf jungen Mischlingshunden. Die Tiere waren verletzt und sehr geschwächt, die Luft im Fahrzeug stickig. Wasser gab es in den Boxen nicht.

Zur Herkunft und zur weiteren Zieladresse der Hundewelpen machte der 22-jährige Fahrer des Lkw nach Polizeiangaben unglaubwürdige Angaben. Folge: Die Polizisten schalteten das Veterinäramt des Kreises Recklinghausen ein, das die weiteren Ermittlungen bezüglich Verstößen gegen Tierschutzbestimmungen übernahm.

Was geschieht nun mit den Tieren? Die fünf Hundewelpen sind beschlagnahmt und vom Tierarzt untersucht worden. Sie befinden sich nach Angaben der Kreisverwaltung in Quarantäne, anschließend ist eine tiergerechte Unterbringung gewährleistet.

Offenbar ist die Kreisverwaltung Recklinghausen seit Monaten mit illegalem Tierhandel – speziell mit Hundewelpen – konfrontiert. Behördenermittlungen sind anhängig, mit Angaben dazu hält man sich im laufenden Verfahren aus nachvollziehbaren Gründen zurück.

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