Motorengeräusche über Alt-Marl

Polizei sucht nachts mit Hubschrauber nach vermisster Frau aus Marl

Mit einem eigenen Hubschrauber suchte die Polizei in der Nacht auf Mittwoch eine vermisste 27-Jährige aus Alt-Marl.
Die Polizei sucht mit einem Hubschrauber nach einen geflüchteten Mann. © Archiv Michael Neumann

Ihre Familie hatte sich Sorgen um die junge Frau gemacht und gegen 1.30 Uhr die Polizei benachrichtigt. Sie suchte zunächst nach der Vermissten, forderte dann eine Stunde später einen Hubschrauber aus Dortmund an und setzte ihn ein.

Einige Anwohner wurden aus dem Schlaf geholt. Sie hörten laute Motorengeräusche über Alt-Marl, dem Volkspark und dem Riegefeld.

Auch einen Suchhund forderte die Polizei an, er musste aber nicht mehr eingesetzt werden. Denn kurz vor 4 Uhr tauchte die Vermisste wohlbehalten wieder zu Hause bei ihrer Familie auf.

Nähere Angaben zu dem Fall macht die Pressestelle des Präsidiums Recklinghausen aus Datenschutzgründen nicht. Wie sie auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte, setzt die Polizei immer dann einen Hubschrauber zur Suche ein, wenn es Anhaltspunkte gibt, dass ein Menschenleben gefährdet ist. Also, wenn eine Straftat im Raum steht, wenn ein Mensch Medikamente benötigt, in einer hilflosen Lage oder desorientiert. In solchen Fällen gibt die Polizei auch eine Vermisstenanzeige auf.

Im August hatte die Polizei mehrere Tage nach einem vermissten 74-jährigen Bewohner eines Pflegeheims in Marl gesucht. Er wurde von der Polizei gefunden und wohlbehalten zurückgebracht. Der unter Demenz leidende Senior wurde am Bahnhof in Dortmund aufgegriffen.

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