Meinung

Vertane Chance für den Marler Stern

Für die Ablehnung der verkaufsoffenen Sonntage im Marler Stern gibt es keine guten Gründe.
Im Marler Stern waren verkaufsoffene Sonntage geplant. Jetzt hat der Rat sie gekippt. Die SPD stimmte dagegen. © Jörg Gutzeit

Der Stadtrat hat den Marler Stern und seinen Einzelhandel um die Chance auf drei verkaufsoffene Sonntage gebracht. So hart muss man es wohl formulieren.

Peter Wenzel ist um Sachlichkeit bemüht. Doch die Rechtfertigung des SPD-Fraktionsvorsitzenden für den Kurswechsel seiner Patei bleibt schwer nachvollziehbar.

Vor einem Gerichtsurteil zurückzuweichen, das noch gar nicht vorliegt, ist keine Haltung. Justiz und Verwaltung schlicht Mehrarbeit ersparen zu wollen, wirkt befremdlich.

Juristische Spekulationen

Es gibt gewichtige Argumente gegen verkaufsoffene Sonntage, keine Frage. Sie sind nicht umsonst verfassungsmäßig untermauert. Doch dann sollte man sie offen vorbringen und sich in seiner eigenen Zerrissenheit nicht hinter juristischen Spekulationen verschanzen.

Der Marler Stern hat schwere Zeiten hinter sich. Jetzt ist im Marler Einkaufszentrum ein echter Aufwind spürbar.

Drei verkaufsoffene Sonntage allein erzeugen noch keine blühenden Landschaften, doch sie sind ein Ausrufezeichen. Sie ziehen Menschen an, nicht nur aus Marl.

Der Marler Stern hat jede Unterstützung verdient. Der Rat sollte sie ihm künftig nicht noch einmal versagen.

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