Vollsperrung in Marl-Hamm: Was das für Anwohner und Busnutzer bedeutet

Die Firma Rohrsanierung Jensen arbeitet bei der Kanalsanierung in Marl-Hamm mit einem besonderen Verfahren.
Die Firma Rohrsanierung Jensen arbeitet bei der Kanalsanierung in Marl-Hamm mit einem besonderen Verfahren. © Zentraler Betriebshof Stadt Marl
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Ab Dienstag, 4. Oktober, saniert der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl in der Spechtstraße (Hausnummern 46-116) das öffentliche Kanalnetz. Die Arbeiten durch die Firma Rohrsanierung Jensen werden voraussichtlich zwei Wochen dauern. In dem Bereich wird die Spechtstraße voll gesperrt.

Michael Lauche ist Leiter des Zentralen Betriebshofs.
Michael Lauche ist Leiter des Zentralen Betriebshofs. © Stefan Korte

Die Römerstraße ist über die Spechtstraße für die Dauer von zwei Wochen nicht erreichbar. Eine Umleitung ab der Amselstraße ist über den Merkelheider Weg zur Römerstraße ausgeschildert. Dabei wurde die Maßnahme in enger Abstimmung mit der Vestischen Straßenbahnen GmbH in die Herbstferien gelegt. „So wird vor allem den Schulkindern der Schulweg nicht erschwert und der Umleitungsverkehr wird entlastet“, sagt ZBH-Chef Michael Lauche.

Grundstücke stundenweise nicht anfahrbar

Für die Anwohnerinnen und Anwohnern werden die Grundstücke und Parkplätze, stundenweise nicht immer anfahrbar sein. Dies gilt für die Stichwege Spechtstraße 46-56, 58-68, 70-80, 82-92, 94-104, 106-116 sowie die Sackgasse Nr. 77-87.

Der Grund für die Einschränkungen ist die Sanierung der Hauptkanalleitungen und der Schächte mit dem sogenannten grabenlosen Schlauchlining-Verfahren. „Der Vorteil: Der Straßenkörper muss nicht aufgegraben werden und die Bauzeit ist unschlagbar kurz“, so Lauche. Das Schlauchlining funktioniert so, dass in einem sanierungsbedürftigen Abwasserkanal ein Schlauch eingezogen wird, der sich von innen an die bestehende Rohrinnenwand legt. Damit er sich wirklich gut an die Rohrinnenwand anschmiegt, wird er prall mit Wasser oder Luft gefüllt.

Die verwendeten Schläuche – sie heißen Liner – sind mit Harz imprägniert. Das Besondere: Das Material reagiert mit Wärme oder Licht und härtet so aus. Dabei, so der ZBH, kann es zu Geruchsentwicklungen kommen. „Sie sind aber nicht gesundheitsschädlich“, sagt Lauche. Ist der Liner vollständig ausgehärtet, hat er sich in ein vollwertiges Rohr verwandelt, welches den sanierungsbedürftigen Kanal wieder für die nächsten Jahrzehnte ertüchtigt hat.

Nach dem Einbau des Schlauchliners erfolgen noch tageweise Nacharbeiten, wie die Anbindung der Hausanschlussleitungen und die Sanierung der Schächte in den Stichwegen. Hierfür kann es notwendig werden, nochmals vereinzelt tageweise Halteverbote einzurichten, um den Zugang zu den Schächten zu ermöglichen

Kontakt: Bauleiter Daniel Kettler, Tel. (02365) 99 6620. Mehr Infos zu Umleitungen der Busse: www.vestische.de/umleitungen