Heimatverein Oer-Erkenschwick

Die Sinsener Runde wird eröffnet – das erwartet Radler und Wanderer

Bald wird die „Sinsener Runde“ offiziell eröffnet. Der Heimatverein ist mit von der Partie. Der Rad- und Wanderweg an der Stadtgrenze zu Marl bietet Infos zu Ökologie, Geschichte und Kultur.
Der Rad- und Wanderweg Sinsener Runde wird offiziell eröffnet. Wissenswertes über Wegestationen wie das Haus Haard in Oer-Erkenschwick gibt es mittels QR-Codes. Sie befinden sich auf Infotafeln, die per Smartphone eingelesen werden. © Meike Holz

Der Weg ist das Ziel – für den rund 20 Kilometer langen Rad- und Wanderweg „Sinsener Runde“ gilt das im besten Wortsinne. Ein wenig Stolz schwingt mit, wenn das Organisationsteam der gleichnamigen Sinsener Runde (SR) mitteilt, dass ein Termin für die offizielle Eröffnung des Rad- Wanderweges gefunden ist, der auch Oer-Erkenschwicker Stadtgebiet tangiert.

Radler und Wanderer sollten sich Samstag, 2. Oktober, vormerken. Die Aktiven des Vereins für Orts- und Heimatkunde Oer-Erkenschwick haben sich für diesen Tag ein spezielles Programm einfallen lassen. „Unser Verein wird die Radlergruppe aus Marl an der Stadtgrenze empfangen und teilweise begleiten“, teilt der Vorsitzende des Heimatvereins, Jürgen Meinders, mit. Es sei die erste „Schnadfahrt“ des Heimatvereins und ersetze den traditionellen „Schnadgang“. Dabei handelt es sich um einen seit Jahrhunderten üblichen Brauch der Grenzbegehung.

Treffpunkt ist das Heimatkundehaus in Oer-Erkenschwick

Zur Schnadfahrt finden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Stimbergstadt um 15 Uhr am Heimatkundehaus, Haardstraße 32, ein. Dann machen sich die Radlerinnen und Radler auf zur Stadtgrenze Marl-Sinsen (Hof Uhlenbrock). Begrüßt werden sie dort von der stellvertretenden Oer-Erkenschwicker Bürgermeisterin Christina Hinz. Weiter geht es dann über Oer-Erkenschwicker Gebiet zur Biostation in Richtung „Drei-Städte-Eck“ an der Honermann-Siedlung. Jürgen Meinders: „Ein Grenztrunk – mit und ohne Alkohol – ist gegen 16.15 Uhr geplant.“

Interessierte können gerne mitradeln. „Eine Mitgliedschaft im Heimatverein und eine Anmeldung sind nicht erforderlich“, berichtet Jürgen Meinders. Allerdings gelten wegen der Corona-Pandemie die „3-G-Regeln“ (geimpft/genesen/getestet). Radhelm und Sicherheitskleidung sind empfehlenswert.

Oer-Erkenschwicker, die nicht bis zum 2. Oktober warten möchten, können die Strecke schon jetzt erleben. Die Karte zum Rad-Wanderweg „Sinsener Runde“ sei mittlerweile fertiggestellt worden, berichtet Winfried Kalle aus dem Organisationsteam der engagierten Bürgergemeinschaft aus der Nachbarstadt Marl. Abzurufen ist die Karte im Internet.

Zusätzliche, interessante Informationen zu den diversen Weg-Punkten sind per Smartphone über einen QR-Code zugänglich. Man öffnet über den QR-Code die Internetseite der SR mit dem Rundweg und seinen 38 Informationstafeln. Dazu kann man sich zusätzliche Hintergrundinformationen und Bilder in aller Ruhe ansehen.

Projekt wir über Jahre Zielstrebig verfolgt

Wenn die Sinsener Runde mit Stolz auf das Erreichte blickt, ist das kein bisschen vermessen – was sich aus einer zunächst noch vagen Idee in 2018 entwickelt hat, ist enorm. Für die SR hat Winfried Kalle einen kleinen Rückblick zusammengestellt: „Man diskutierte, wie man ein derartiges Projekt unter Berücksichtigung der ökologischen, historischen und künstlerisch/kulturellen Gegebenheiten angehen könne.“ Und weiter: „Natürlich spielten auch die ökonomischen Bedingungen eine große Rolle. Die SR beauftragte das Organisationsteam, die Größenordnung des Projektes abzustimmen und den entsprechenden Antrag zu stellen. Der Antrag wurde gestellt und durch die Landesregierung positiv beschieden. Das Projekt Rad-Wanderweg „Sinsener Runde“ wird vom Land unterstützt.“ Eine Landesförderung gibt es im übertragenen Sinn aber nicht zum Nulltarif – eine Bedingung war die Beteiligung von möglichst vielen Sinsener Bürgerinnen und Bürgern an der Planung.

Dann aber machte das Coronavirus allen einen Strich durch die Rechnung, der Termin der Fertigstellung Ende 2020 war nicht zu halten. Auch Naturschutzauflagen und unerwartet langwierige Genehmigungen spielten eine Rolle. Am 2. Oktober soll es nun endlich klappen.

Navisystem „komoot“ hilft bei Planung

  • Modernes Leben: Jeder, der Rad- oder Wandertouren im Internet plant, kennt das Navigationssystem „Komoot“ – es eröffnet eine elegante Nutzung des Rad-Wanderwegs „Sinsener Runde“.
  • Das System bietet die Möglichkeit, an jeder Station in die Runde einzusteigen. An Info-Tafeln entlang des Rad-Wanderweges kann über QR-Codes die Runde auf das Smartphone übertragen werden. Dazu ist oben links das „Komoot“ Symbol anzuwählen.

Der Abend in Recklinghausen

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt