Sich mit frischen Lebensmitteln zu versorgen kann in einer Corona-Quarantäne schwierig werden. © dpa
Kommentar

Lieferwüste Ostvest: Wohl dem, der Familie, Freunde und Nachbarn hat

Wer in Waltrop, Oer-Erkenschwick oder Datteln wohnt und das Haus hüten muss, der hat mitunter ein Problem: wenn Kühlschrank und Speisekammer leer sind. Lieferdienste für Lebensmittel gibt es kaum.

Als mich und meine Familie im vergangenen Jahr der Quarantäne-Hammer traf und wir vorsichtshalber alle drei zu Hause geblieben sind, da hatten wir quasi Glück im Unglück: Erst einen Tag vor der Hiobsbotschaft hatten wir unseren Wocheneinkauf erledigt, Kühlschrank und Vorratsschränke waren gut gefüllt, auch reichlich Obst und Gemüse hatten wir da. Und auch sonst mangelte es uns in der Zeit häuslicher Isolation an nichts: Nahezu täglich meldete sich irgendwer aus der Familie, aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis und fragte nach, ob wir irgendwas brauchen, sie uns irgendwas besorgen und vor die Tür stellen können. Unsere Nachbarn taten das ab und zu einfach ungefragt, da standen dann plötzlich Obstteller oder Kuchen auf der Fußmatte. Wohl dem, der so viele liebe Menschen um sich hat, die sich um einen sorgen und kümmern.

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Über die Autorin
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Jahrgang 84, gebürtige Recklinghäuserin, nach dem Studium im Münsterland und journalistischer Ausbildung im östlichen Ruhrgebiet seit 2016 wieder im Vest im Einsatz. Seit 2018 Mutter eines kleinen Wirbelwinds und seit einiger Zeit wieder zurück aus der Elternzeit. Immer ein offenes Ohr für Menschen und ihre Geschichten. Denn die gehören in die Zeitung.
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