Sportreporter-Legende Breuckmann klagt

Manni gegen „Manni“ aus Oer-Erkenschwick nun vor dem Landgericht

Es kann nur einen geben: Deshalb klagt Sportreporter-Legende Manfred „Manni“ Breuckmann gegen einen Mann aus Rapen, der bei Facebook als „Manni Breuckmann“ agiert. Jetzt geht´s vor Gericht.
Sportreporter-Legende Manfred „Manni“ Breuckmann zieht vor Gericht. © picture alliance/dpa

Sportreporter Manfred „Manni“ Breuckmann zieht gegen „Manni Breuckmann“ aus Oer-Erkenschwick vor Gericht. Die Fußballkommentatoren-Legende aus Datteln hat beim Landgericht Bochum Klage eingereicht, weil der falsche „Manni“ aus dem Oer-Erkenschwicker Stadtteil Rapen weiter unter dem Namen „Manni Breuckmann“ agierte und Stand Mittwoch immer noch bei Facebook ein entsprechendes Profil besitzt. Jetzt sehen sich beide vor dem Kadi. „Die Richter haben persönliches Erscheinen beider Parteien angeordnet“, berichtet Manfred Breuckmann.

Gerichtsverhandlung findet Ende Oktober statt

Die Gerichtsverhandlung ist für Donnerstag, 28. Oktober, 11 Uhr angesetzt. Ziel der Verhandlung, so Manfred Breuckmann, sei eine „gütliche Einigung“. Ob die aber erzielt wird, ist offen. Stand April wollte der beklagte Oer-Erkenchwicker eine Unterlassungserklärung, die er Monate zuvor erhalten hatte, nicht unterzeichnen. Diese Erklärung beinhaltete, dass der Rapener 10.000 Euro zahlen sollte, falls er gegen die Erklärung verstößt und als „Manni Breuckmann“ weiter den Eindruck erweckt, er sei der Fußball-Kommentator. Der echte Manni Breuckmann sagte damals: „Er wollte sogar noch handeln, indem jeder seinen Anwalt bezahlt. Aber warum sollte ich mich darauf einlassen?“

Aktivitäten auf Facebook schon länger beobachtet

Der Fußball-Kommentator will die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen. Er hatte, so erklärte Manfred Breuckmann im April, die Aktivitäten des Rapeners auf Facebook schon länger beobachtet, aber trotz allen Ärgers nichts unternommen. Als der falsche „Manni Breuckmann“ allerdings eine Pressekonferenz von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zur Corona-Krise mit den Worten: „Ihr habt ja noch genug Toilettenpapier. Wir machen sofort dicht.“ kommentierte, sah er sich in eine falsche Ecke gerückt. Als ihn seine Frau darauf ansprach, war es vorbei mit seiner Geduld. Breuckmann schaltete einen Anwalt ein.

„Offenbar eine gewisse Unordnung bei seinen Werten“

Neben dem Missbrauch seines Namens störe ihn vor allem die moralische Dimension. Der Mann, der auf einem Facebook-Profilbild eine Gasmaske trägt und sich „Wortkünstler aus Rapen“ nennt, behauptet, er finde den Sportkommentator „klasse“. Aber wenn er das ernst meine, dann müsse er doch akzeptieren, dass derjenige, den er klasse findet, es nicht klasse findet, wenn sein Name missbraucht werde: „Das begreife ich nicht. Da liegt offenbar eine gewisse Unordnung bei seinen Werten vor“, erklärte Manfred Breuckmann damals gegenüber unserer Zeitung. Jetzt werden sich die Richter am Landgericht Bochum mit dem Fall befassen. Der Beklagte aus Rapen war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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