Unterstützungs-Aktion in Corona-Zeiten

„Schwicker für Schwicker“ erbringt fast 10.000 Euro

Die besten Ideen entstehen an der Theke, sagt man, und im Falle der Idee „Schwicker für Schwicker“ hat sich das einmal mehr bewahrheitet. Denn 9750 gespendete Euros können nicht lügen.
Auf große Leinwände haben die Organisatoren der Aktion "Schwicker für Schwicker" die Namen der Sponsoren gedruckt – eine Erinnerung an die Spendenaktion, die insgesamt fast 10.000 Euro einbrachte. © Tamina Forytta

„Schwicker für Schwicker“ – dieses Spendenprojekt haben die fünf Oer-Erkenschwicker Fußballvereine gemeinsam aufgezogen. Denn in der Corona-Zeit brachen nicht nur das Vereinsleben, der Trainings- und Spielbetrieb zusammen, sondern auch die Einnahmen weitestgehend weg. Also riefen die Klubs eine Spendenaktion ins Leben, bei der es unter anderem darum ging, virtuelle Eintrittskarten zu kaufen – für Fußballspiele, die zwar nie gespielt wurden, aber für die es eine echte Karte gab. Das und der Verkauf von T-Shirts – mit aufgedrucktem Ball, in den das Stadtwappen und die Wappen aller Vereine integriert sind – haben sage und schreibe 9750 Euro zusammengebracht. Jetzt ist das Projekt offiziell und feierlich abgeschlossen worden.

Alle Netzwerke aktiviert

Andre Oberlin von der Spvgg. Erkenschwick und deren Fanklub Schwarz-Rote Ruhrpottmonster erinnerte bei der Gelegenheit noch einmal an die Anfänge im März 2020: Als sie zusammensaßen und überlegten, was kann man tun. Wie sie dann ihre Netzwerke über Vereins-Internetseiten, WhatsApp-Gruppen und die einzelnen Vereins-Abteilungen ankurbelten und das Ding ans Laufen brachten. Bürgermeister Carsten Wewers erklärte sich ohne Zögern bereit, Schirmherr der Aktion, an der die Spielvereinigung, Rot-Weiß Erkenschwick, Grün-Weiß Erkenschwick, Titania und der FC 26 beteiligt waren, zu werden. Aus ganz Deutschland seien Spenden eingegangen, sagt Andre Oberlin. Und die Organisatoren ließen es sich auch nicht nehmen, in Sonderfällen besonderen Service zu bieten. Da war zum Beispiel dieses ältere Ehepaar aus Herten, „Edel-Fans“, sagt Andre Oberlin, das eine größere Summe spendete – dort fuhren sie dann persönlich vorbei.

Mit jedem Cent rechnen

250 Euro gingen nun an den Tierschutz OE, 500 Euro an die „Tafel“ und 1800 Euro an jeden Verein. Geld, das alle gut brauchen konnten. „Gerade ein kleiner Familien-Verein wie Titania muss mit jedem Cent rechnen“, unterstrich Dirk Zaufke, Vorsitzender des SV Titania.

Runder Tisch ist geplant

Weitaus mehr als ein netter Nebeneffekt der Spendenaktion war dies: Die fünf Vereine rückten nämlich nach eigenem Bekunden dichter zusammen denn je.

Und so kündigt sich jetzt eine Fortsetzung an: Aus der Not der Pandemie heraus sei „Schwicker für Schwicker“ entstanden, sagte Andreas Artmann, Vorsitzender von Grün-Weiß Erkenschwick, und man sei dabei aufeinander zugegangen. „In der Vergangenheit war der Tisch, an dem die Fußballvereine saßen, immer ein eckiger. Machen wir doch einen runden daraus!“ Der Vorschlag fand Zustimmung bei allen anderen Vereinen. Schließlich würden die Zeiten für Fußballvereine generell nicht einfacher. „Wenn wir dann als eine Einheit unsere gemeinsamen Anliegen äußern, dann ist das schon ein Pfund“, war auch FC-Vorsitzender Michael Grzeskowiak überzeugt.

„So schlimm wie das ist mit Corona“, sagte schließlich Ingo Cinkus von Rot-Weiß, „aber es hatte auch was Gutes – diese Aktion zum Beispiel.“

Info

Sponsoren-Tafeln

Als Erinnerung an die Aktion „Schwicker für Schwicker“ haben die Organisatoren Leinwände gestaltet, auf der alle Gönner notiert sind. Sie könnten zum Beispiel in den Vereinsheimen einen Ehrenplatz bekommen. Bürgermeister Carsten Wewers erhielt als Schirmherr ebenfalls eine solche „Gönner-Tafel“ in etwas kleinerer Ausführung.

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