Vor zehn Jahren in Oer-Erkenschwick Bürger zeigen Flagge gegen Gewalt an Frauen

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Ein Symbolbild zeigt einen Mann mit einer Faust, dahinter eine Frau, die ängstlich auf einem Sofa kauert.
Jährlich am 25. November wird der Tag gegen Gewalt gegen Frauen begangen. © picture alliance / dpa
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Täglich blicken wir für Sie zurück: Was geschah vor zehn Jahren? Was bewegte die Bürger in Oer-Erkenschwick? Vor einem Jahrzehnt hieß es „Flagge zeigen gegen Gewalt an Frauen“.

Der offizielle Tag gegen Gewalt an Frauen fand am 28. November in Form eines Artikels auch Platz in der Stimberg Zeitung. Als am Rathausplatz die Fahne gehisst wird mit der Aufschrift „Nein zu Gewalt – frei leben“, sind die Damen auch in Überzahl. Aber natürlich waren Männer willkommen.

Gedenktag wird bis heute begangen

Bürgermeister Achim Menge und der städtische Personalratsvorsitzende Frank Holzapfel gesellten sich zu der kurzen Zeremonie hinzu, bei der die „Freiheitsfahne“ gehisst wird. „Der Gedenktag geht auf die drei Schwestern Mirabal zurück“, erinnert die städtische Gleichstellungsbeauftragte Monika Vahle an den Ursprung und an Patria, Minerva und Maria Teresia Mirabal. Die Schwestern waren Regime-Gegnerinnen in der Dominikanischen Republik und fielen am 25. November 1960 einem Mordanschlag des Regimes zum Opfer. 1981 wurde der 25. November zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen.

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ist bis heute ein jährlicher Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder offizielle Veranstaltungen dazu in Oer-Erkenschwick – in diesem Jahr aber nicht.