Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung schildert Theo Diekmann seine Probleme als Blinder: An der Ampel der Klein-Erkenschwicker-Straße fehlt etwa ein akustisches Signal, wann er die Fahrbahn überqueren kann. © Meike Holz
Mit Theo Dieckmann unterwegs

Wenn die Ampel für blinde Oer-Erkenschwicker keine Sicherheit bietet

Wie kommt ein Blinder im Alltag in Oer-Erkenschwick zurecht? Anlässlich des Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen an diesem Freitag (3.12.) haben wir Theo Dieckmann besucht.

Der Bus 231 fährt an der Haltestelle Friedhofstraße vor. Theo Dieckmann will heute nicht mitfahren, schützt sich beim Gespräch mit unserer Redaktion nur im Haltestellenhäuschen vor dem Regen. Aber wenn er einsteigen wollte, fände er problemlos die Eingangstür des Busses. Was banal klingt, ist es für den 58-Jährigen nicht – denn Theo Dieckmann ist fast vollständig blind. „Spät erblindet“, wie er erklärt. Für ihn sind die taktilen, also mit seinem Stock ertastbaren, Elemente – Rippen und Noppen – auf dem Boden ein Segen. Da gibt es den „Auffindestreifen“, der den Weg von der Ecke des Wartehäuschens zum Bus weist, am Ende das breiter angelegte „Einstiegsfeld“ und längs der Bushaltehaltestelle, etwas entfernt von der Bordsteinkante, einen „Leitstreifen“. Und der Busfahrer trägt auch dazu bei, dass es für blinde Menschen gut möglich ist, die Tür zu finden, denn er hält auch exakt vor dem Einstiegsfeld. Ein Schritt, und Theo Dieckmann wäre im Bus. In aller Regel klappe das ganz gut, sagt er.

Frage zur Sicherheit: Ist das der richtige Bus?

Fliesen farblich absetzen – das würde schon helfen

Die Kugel am Stock-Ende – ein Detektor?

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Über den Autor
Redakteur
Geboren und aufgewachsen in Gelsenkirchen-Buer, studiert in Bochum und Dublin. Wollte seit dem Schülerpraktikum in der achten Klasse nie etwas anderes werden als Journalist. Als freier Mitarbeiter seit dem 14. Lebensjahr eifrig darauf hin gearbeitet, den schönsten Beruf der Welt zu ergreifen. Dann in Osthessen zur Redakteursausbildung. Im Jahr 2006 von Osthessen ins Ostvest. Tief eingeatmet und mit Westernhagen gesagt: “Ich bin wieder hier, in meinem Revier.” Das geliebte Ruhrgebiet, das Ostvest, auch und gerade das kleine Waltrop: Fundgruben für Geschichten, die erzählt werden wollen. Immer wieder gerne.
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