„Fridays for Future“

Auseinandersetzungen bei Klima-Demonstration

Organisatoren der „Fridays for Future“-Demonstration und Teilnehmer aus den Reihen der MLPD gerieten am Freitag in Recklinghausen aneinander. Das bestätigen beide Lager.
Der größte Teil der Demonstranten zog zu Fuß durch die Stadt. Vom Bahnhof aus ging es größtenteils über den Wallring zur Abschlusskundgebung auf dem Rathausplatz. © Meike Holz

Dass es bei einer Demonstration laut wird, ist nicht ungewöhnlich. Bei der „Fridays for Future“-Veranstaltung am Freitag (24. September) ist es jedoch zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen Organisatoren und Teilnehmern aus Reihen der MLPD gekommen. Beide Lager bestätigen, dass es Zwischenfälle gegeben habe, schildern die Geschehnisse aber unterschiedlich.

Die MLPD spricht von „antikommunistischen Attacken“, die an „Pogromstimmung“ grenzten. „Gleich zu Beginn der Demo wurden unsere Leute angerempelt, beschimpft, das offene Mikrofon behindert“, schildert Martin Schlesinger von der MLPD Recklinghausen. Im weiteren Verlauf der Kundgebung seien die Lautsprecheranlage und eine Fahnenstange beschädigt worden. Besonders aggressiv sollen Teile der „Parents for Future“, die die Demo mitorganisiert haben, aufgetreten sein.

Diesen Schuh zieht sich Organisator Peter Gerwinat („Parents for Future“) an: „Die Inhalte, die die MLPD über ihre Lautsprecheranlage verbreitet hat, passten nicht zur Demonstration.“ Teilnehmer der Demo hätten sich über diese „ideologischen Wertvorstellungen“ beschwert, schließlich habe er eine Sirene angemacht, um die Durchsagen zu übertönen. Zudem habe man nie offenen Mikros zugestimmt. Von einer beschädigten Lautsprecheranlage oder Handgreiflichkeiten wisse er aber nichts. Besagte Fahnenstange sollen MLPD-Leute so tief gehalten haben, dass Demonstranten Angst vor Augenverletzungen gehabt hätten. Über eine Beschädigung der Fahne könne er aber nichts sagen.

Der Abend in Recklinghausen

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