Frage der Woche

Bundestagswahl: Haben Sie sich schon entschieden?

Am Sonntag wird ein neuer Bundestag gewählt. Nach 16 Jahren steht Angela Merkel als Kanzlerin nicht mehr zur Verfügung. Wir fragten Bürger, ob sie ihre Wahlentscheidung schon getroffen haben.
Seit Montag, 30. August, hat das Briefwahlbüro der Stadt Recklinghausen geöffnet. © Tobias Mühlenschulte
Laurenz Kreyenborg © Oliver Kleine © Oliver Kleine

Laurenz Kreyenborg: „Als die Wahlbenachrichtigung kam, habe ich sofort die Briefwahlunterlagen bestellt. Seit ich wählen darf, habe ich an jeder Wahl teilgenommen. Ich habe übrigens bisher immer Briefwahl praktiziert. Die Entscheidung, wo ich bei dieser Wahl das Kreuz mache, ist mir nicht schwer gefallen. Und zwar, weil meine persönlichen Interessen sich mit den Vorhaben einer Partei nicht vertragen. Somit fällt diese Partei und ihre möglichen Koalitionspartner schon mal weg. Die Extremen kommen ja sowieso nicht infrage. Und dann bleibt nur noch eine Möglichkeit.“

Dominik Wewers © Oliver Kleine © Oliver Kleine

Dominik Wewers: „Meine Entscheidung, wen ich wähle, steht fest. Ich fand die Entscheidung nicht besonders schwierig, auch wenn sie diesmal anders ausgefallen ist, als bei vergangenen Bundestagswahlen. Das auch vorher schon wichtige Thema Klima, ist mittlerweile noch wichtiger geworden. Man sieht ja an der Flutkatastrophe, dass die Einschläge immer näher kommen.“

Tatjana Lohe © Oliver Kleine © Oliver Kleine

Tatjana Lohe: „Es hat eine ganz Zeit gedauert, die Entscheidung zu treffen, aber vor Kurzem ist sie gefallen. Ich habe mehrfach mit Arbeitskollegen und etlichen Bekannten und Freunden über das Thema gesprochen. Ich habe beim Wahl-O-Mat mitgemacht. Und von den Parteien, die in die engere Auswahl kamen, hab ich dann tatsächlich das Wahlprogramm durchgelesen. Dann habe ich mich für die Partei entschieden, mit der ich die meisten Übereinstimmungen habe. Ich kann also am Sonntag mit Überzeugung mein Kreuz machen. Egal, welche Wahl: Ich sehe zu, dass ich nicht blind irgendwo das Kreuz mache.“

Björn Volke © Oliver Kleine © Oliver Kleine

Björn Volke: „Nein, meine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Ich finde das angesichts der aktuellen Situation auch schwierig. Es gibt vieles, was für mich einfach nicht infrage kommt. Zum Beispiel Parteien, die in Skandale verstrickt sind oder waren. Das Programm anderer Parteien verträgt sich nicht mit meinen Interessen. Zum Beispiel, wenn man als Pendler auf das Auto angewiesen ist. Und als Wohnungsmieter statt Hausbesitzer auch ein Umstieg auf ein Elektrofahrzeug keine Option ist. Meiner Frau geht es ähnlich. Ich habe auch schon den Wahl-O-Mat befragt. Das Ergebnis hat mir aber auch nicht weiter geholfen. Ich werde jetzt wohl noch mal im Internet recherchieren.“

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