Pflegebündnis Recklinghausen

Demo am Mittwoch vor dem Rathaus

Bessere Arbeitsbedingungen und Löhne in der Pflege. Dafür ziehen die Gewerkschaft Verdi und das Pflegebündnis Recklinghausen am Mittwoch, 16. Juni, vors Rathaus.
Vor dem Recklinghäuser Rathaus soll am Mittwoch, 16. Juni, der Pflege-Protest stattfinden. © Jörg Gutzeit

Die Rote Karte wollen sie ihm zeigen, dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Der Gesundheitspolitik des CDU-Politikers stellen die Gewerkschaft Verdi und das Pflegebündnis Recklinghausen ein denkbar schlechtes Zeugnis aus. Das wollen beide Organisatoren am Mittwoch, 16. Juni, von 13 Uhr bis 13.45 Uhr lautstark kundtun – mit einer Protestkundgebung vor dem Recklinghäuser Rathaus.

Das Datum ist nicht zufällig gewählt. Am Mittwoch findet eine Fachkonferenz der Bundes- und Landesminister für Gesundheit statt. Noch seien die Forderungen der Beschäftigten im Gesundheitswesen und in der Altenpflege zu wenig gehört worden. Dumpinglöhne seien die Regel. Die Organisatoren fordern die uneingeschränkte Anerkennung von Flächentarifverträgen sowie des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst. Der steigende Personalbedarf in der Pflegebranche lasse sich nur mit attraktiveren Arbeitsbedingungen und einer flächendeckend besseren Bezahlung decken.

„Flucht in die Teilzeit verschärft das Problem“

Mittlerweile nehme der Pflegenotstand dramatische Ausmaße an. Die körperlichen wie psychischen Belastungen für die Beschäftigten seien enorm. Als Folge, so die Argumentation des Pflegebündnisses Recklinghausen, flüchteten sich viele Pflegekräfte in Teilzeitstellen, was den Notstand wiederum verschärfe. 600.000 examinierte Pflegekräfte arbeiteten gar nicht mehr im erlernten Beruf.

Das Pflegebündnis Recklinghausen sieht die Privatisierung auf dem Sektor als entscheidende Ursache für die Missstände.

Der Abend in Recklinghausen

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