Anmeldung weiterhin erforderlich

Die erste Hitzewelle sorgt für einen Ansturm auf die Freibäder

1300 Plätze haben die drei Freibäder in Recklinghausen nachmittags zu vergeben. Bei Temperaturen über 30 Grad sind sie heiß begehrt. Das Anmeldeverfahren bereitet einigen Gästen Probleme.
Sie haben einen der begehrten Plätze für den Badespaß in der Mollbeck ergattert: Marco Kobe mit seinen Söhnen Mattheo und Konstantin. © Oliver Kleine

„Ich habe mich online angemeldet, aber keine Bestätigung bekommen.“ Diesen Satz hören die Mitarbeiter an den Kassen der Freibäder regelmäßig. Wenn es freie Plätze gibt, wird das Problem ohne viel Aufhebens gelöst. Sind, wie in diesen Tagen, alle Reservierungsmöglichkeiten ausgeschöpft, wird es kniffelig. Denn aufgrund der Corona-Bestimmungen dürfen sich in der Mollbeck und im Südbad von 11.30 bis 19.30 Uhr jeweils maximal 500 Menschen gleichzeitig aufhalten, im Naturbad Suderwich sind es sogar nur 300 Personen. Ist das Soll erfüllt, heißt es für die Besucher jenseits des Zauns: Warten, bis jemand das Bad verlässt oder heimgehen.

Das Sprungbecken in der Mollbeck ist gesperrt. Ob es in dieser Saison noch frei gegeben wird, ist fraglich. © Oliver Kleine © Oliver Kleine

„Das sorgt für Unmut“, weiß Claudia Strebinger, Sachgebietsleiterin der Abteilung Bäder bei der Stadt Recklinghausen. Viele Beschwerden landen bei ihr. Und auch Sonnenhungrige, die beim Wettrennen um die Anmeldung leer ausgegangen sind, rufen sie erbost an. Schließlich sind die Liegewiesen nicht voll. Aber weder Claudia Strebinger noch ihre Teams in den Freibädern können weitere Plätze aus dem Hut zaubern. Das Land NRW legt die Zahlen fest.

Durch eine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung versucht die Stadt die Online-Anmeldung zu erleichtern. „Wer sich daran hält, bekommt eine Bestätigungs-E-Mail“, sagt Claudia Strebinger. Das funktioniere automatisch und im Handumdrehen. „Wer keine E-Mail bekommt, hat einen Fehler gemacht und sollte die Anmeldung wiederholen“, bittet sie.

Damit möglichst viele Besucher in dieser ersten Hitzeperiode eine Abkühlung bekommen, werden im langen Zeitfenster ab mittags Plätze frei gegeben, sobald Gäste die Bäder verlassen. Zudem werden alle, die einen reservierten Platz nicht nutzen, um eine auch kurzfristige Absage gebeten.

Dadurch konnten gestern auch noch spontane Besucher in die Mollbeck eingelassen, etwa die Schwester von Marco Kobe. Dieser hatte sich und seine Söhne online angemeldet: „Es hat reibungslos geklappt“, lautet sein Urteil. Einziger Kritikpunkt: Die Anmeldung ist frühestens ab genau 30 Stunden vor Beginn des Zeitfensters möglich. „Da hätte ich mir um 4 Uhr den Wecker stellen müssen.“ Nun hat er auch so noch einen Platz ergattert.

Warten auf Reparatur von zwei Becken

Bei der begrenzten Besucherzahl ist die Situation in den Schwimmbecken der Freibäder entspannter. Zum Vergleich: Vor Corona stürmten an einem Hitzetag auch 7000 Menschen in die Mollbeck. Dass dort für 500 Gäste nur zwei der vier Becken zur Verfügung stehen, scheint da zu verschmerzen zu sein.

Das große Nichtschwimmerbecken in der Mollbeck war schon im vergangenen Sommer nicht verfügbar. Nach der Reparatur liegt es nun wegen eines Rohrbruchs auf dem Trockenen. © Oliver Kleine © Oliver Kleine

Ärgerlich ist es für die Abteilungsleiterin dennoch, zumal sie zugesagt hatte, dass in dieser Saison das große Nichtschwimmerbecken wieder geöffnet werde. Wegen technischer Probleme blieb es 2020 geschlossen. „Alles war zum Saisonstart repariert, dann wurde das Wasser eingelassen und die Rohre gingen kaputt“, erläutert Strebinger. Den Rohrbruch reparieren die Kommunalen Servicebetriebe, aber der Mangel an Baumaterialien wirke sich nun aus: „Sie bekommen keine Ersatzteile.“

Das Sprungbecken ist ebenfalls gesperrt. Dort hapert es an der Reparatur des Sicherheitsgeländers und einer Leiter, mit der schon frühzeitig eine Fremdfirma beauftragt wurde.

INFO: Unter https://baeder.recklinghausen.de/ können Plätze für die Freibäder reserviert werden.

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