Öffentlicher Nahverkehr

Die Linie 235 soll geteilt werden

Die Vestische denkt darüber nach, die Linie 235 zu verändern. Die Streckenführung soll aufgeteilt werden, einen Abschnitt könnte künftig eine neue Linie 215 übernehmen.
Sollten die Pläne der Vestischen umgesetzt werden, so wird die Linie 235 nicht mehr am Viehtor halten. © Ralf Wiethaup

Seit Beginn der Legislaturperiode fungiert Grünen-Vertreter Volker Schäper-Beckenbach als Vorsitzender des Verkehrsausschusses, und er ist dafür verantwortlich, dass die Vestische stets einen festen Redeanteil erhält. Diesmal machte deren Verkehrsplaner Stefan Höpel die Linie 235 zum Thema.

Die Linie 235 hat eine eigenwillige Linienführung: Vom Hauptbahnhof aus fährt sie zwei Schleifen. Eine geht am Kreishaus vorbei nach Hillen und nach einem Kringel an der Straße In den Heuwiesen wieder zurück. Die andere geht über Viehtor, Bruchweg und Wildermannstraße in einem weiteren Kringel über die Straße Am Stadion und das Gewerbegebiet am Wetterschacht wieder zum Hauptbahnhof. „Und gerade dieser Abschnitt war wegen des Sozialkaufhauses der Diakonie am Wetterschacht oft gut frequentiert“, so Höpel.

Doch es gibt Probleme: Die Taktung ist so eng, dass der Bus den Fahrplan kaum oder oftmals auch gar nicht einhalten kann und die Fahrer am Bahnhof nicht dazu kommen, eine Pause einzulegen. Deswegen liegt die Idee nahe, die Linie aufzuteilen – und zwar so: Die Linie 235 soll sich auf die Schleife nach Hillen beschränken, und neben der inzwischen eingeführten Haltestelle am Kreishaus auch noch einen offiziellen Stopp zwischen Rathaus und Helene-Kuhlmann-Park einlegen.

Neue Linie 215 soll Hochschule anbinden

Im Idealfall soll die Strecke auch an der Westfälischen Hochschule vorbeiführen und über die Straße Neuhillen nach Hillen einschwenken. Doch dafür bedarf es zunächst baulicher Veränderungen am August-Schmidt-Ring. Die Schleife zum Stadion und Wetterschacht soll unabhängig davon von einer neuen Linie 215 bedient werden.

Zudem hat die Vestische perspektivisch noch eine weitere Idee. Wenn das Baugebiet auf dem Areal der ehemaligen Trabrennbahn irgendwann fertiggestellt sein sollte, dann könnte es über die Linie 235 an den Hauptbahnhof angebunden werden. Der Kringel an den Heuwiesen würde dann wegfallen, stattdessen würde der Bus an oder am besten sogar in der Siedlung umkehren.

„Das kann aber noch bis zu zehn Jahre dauern“, mutmaßt Stefan Höpel. Und es würde auch etwas kosten, da die Vestische im Jahr 40.000 bis 45.000 km mehr fahren müsste. Das sind umgerechnet 250.000 Euro, die jedoch über die Umlage für die Vestische abgerechnet werden. Wie viel die Stadt wirklich zahlen müsste, kann derzeit (noch) nicht beziffert werden. Ob die ganzen Vorstellungen so oder anders umgesetzt werden, muss die Recklinghäuser Lokalpolitik entscheiden.

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