Landtagswahl

Die Linke setzt Rolf Kohn in den Startblock

Rolf Kohn geht für die Linken ins Landtagsrennen: Der ehemalige Recklinghäuser Ratsherr will sich vor allem gegen Armut und für verständliche Sprache in der Verwaltung einsetzen.
Rolf Kohn (M.) im Kreise derjenigen, die ihn zum Direktkandidat gekürt haben. © Privat

Die Stadtverbände der Partei Die Linke in Recklinghausen und Oer-Erkenschwick schicken Rolf Kohn ins Rennen um die Direktkandidatur für die Landtagswahl am 15. Mai 2022. Gekürt wurde er auf einer Kreismitgliederversammlung in Herten – mit 85 Prozent der Stimmen.

Der siebenfache Vater ist in Recklinghausen kein Unbekannter: Von 2009 bis 2014 saß er im Rat der Stadt, danach gehörte er bis September 2021 dem Kreistag an. Seit Oktober ist er Mitglied im Recklinghäuser Stadtvorstand der Linken und vertritt die Partei als sachkundiger Bürger in der Ratskommission für Menschen mit Behinderung. Bereits seit 2009 ist er zudem Sprecher der Linken im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Noch vor gut 15 Jahren hat er sich als Betriebsratsvorsitzender gegen den massiven Einsatz von Ein-Euro-Kräften gestemmt, inzwischen ist Rolf Kohn Rentner.

Sein Hauptanliegen hatte er bereits als Landratskandidat im letzten Herbst formuliert: „Armut raubt Lebenszeit und Lebenschancen“. Dazu sagt er: „Die Armut in Recklinghausen und Oer-Erkenschwick ist erschreckend. Besonders Kinder und Jugendliche leiden darunter.“ Zudem seien gerade Familien, die in zu kleinen Wohnungen leben, besonders von der Corona-Pandemie betroffen.

Außerdem setzt sich Kohn verstärkt für eine verständliche Sprache in Politik und Verwaltung ein, er gehört deswegen dem bundesweiten Netzwerk „Leichte Sprache“ an.

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