Kollaps steht bevor

Die Südstadt leidet unter zu viel Verkehr

Die Bochumer Straße werde zur Rennstrecke für Lkw, und auch das Pkw-Aufkommen sei unerträglich, sagt die örtliche CDU. Doch man könne dagegen etwas unternehmen.
Die Vertreter der Süder CDU haben sich auch den Bundestagskandidaten Michael Breilmann (2.v.r.) an ihre Seite geholt. © Ludger Staudinger

Es gebe massive Beschwerden von der Bochumer Straße, erklärt Heinz-Bernd Einck vom CDU-Ortsverband Süd, „und zwar von Anwohnern und Händlern gleichermaßen.“ Schon um sechs Uhr morgens gehe es los, dass Lkw von der Autobahnabfahrt Recklinghausen-Süd an der Herner Straße über die Bochumer Straße in Richtung Herne-Baukau rollen. Wobei Rollen eigentlich eine falsche Beschreibung wäre, findet Einck: „Denn ab der Einmündung König-Ludwig-Straße geht es erst mal bergab, da können die Lkw richtig Schwung nehmen und ordentlich Tempo machen.“

Der Grund für die lärmende Karawane liegt auf der Hand: Auf der A 43 ist die Brücke über die Emscher für Lkw gesperrt. Wer immer von Norden aus Richtung Wuppertal oder auch nur nach Bochum will, wird ab dem Recklinghäuser Kreuz umgeleitet – und zwar durch Süd. „Gerade am Morgen sind dann auch noch leere Sattelschlepper dabei, die einen ganz besonderen Lärmpegel erreichen“, meint Einck, der beim Ordnungsamt energisch um Unterstützung bitten will: „Hier könnte man beispielsweise den neuen Panzerblitzer sehr gut einsetzen.“

Beschilderung sei völlig irreführend

Obendrein müsse die Südstadt auch noch über ein vermehrtes Aufkommen von Pkw leiden. Aktuell ist es so, dass alle Pkw nur an der Akkoallee oder eben in Herne-Baukau auffahren können. „Deswegen fordern wir, dass die Anschlussstelle Recklinghausen-Hochlarmark so schnell wie möglich wieder für Pkw freigegeben wird“, erläutert Heinz-Bernd-Einck, der sich seit einiger Zeit den Ruf des verkehrspolitischen Sprachrohrs in der Recklinghäuser CDU erworben hat.

Was den drohenden Verkehrskollaps noch verschlimmere, sei eine völlig irreführende Beschilderung. „Es gibt eine alte und eine neue Beschilderung, und beide sind noch aufgestellt bzw. nicht zugehängt. Zusätzlich weisen auch noch Schilder auf die U70-Umleitung hin, die in dieser Form überhaupt nicht mehr gültig sind“, moniert Einck.

Das sei vor allem für auswärtige Auto- und Lkw-Fahrer ein höchst verwirrender Umstand. Mehrfach haben er und seine Mitstreiter beobachtet, wie Lkw, die von Herne über die Bochumer Straße kommen, sich vor der Theodor-Körner-Straße zunächst geradeaus und dann doch links eingeordnet hätten. „Da kann man denen noch nicht einmal ein Vorwurf machen.“

Wer den Schilderwald durchforsten müsse, sei nicht klar. Sicher ist aber, dass der Landesbetrieb Straßen.NRW hier in der Verantwortung sei. „Die müssen das veranlassen“, sagt Einck deutlich. Und er verschärft seine Kritik auch noch: „Bauarbeiten sind Bauarbeiten, die müssen erledigt werden. Aber gerade beim Neubau der A 43-Brücke hätte man mit sorgfältiger Planung vieles besser machen können.“

Der Abend in Recklinghausen

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt