Pandemie

Drei Coronavirus-Varianten in Recklinghausen nachgewiesen

In Recklinghausen wurden bisher drei Varianten des Coronavirus nachgewiesen. Die derzeit wohl gefährlichste ist nicht darunter.
Im Testzentrum der DRK und bei „Aufabruf“ arbeitet medizinisch ausgebildetes Personal. © picture alliance/dpa

Bundesweit dominiert mittlerweile die sogenannte britische Variante das Infektionsgeschehen. Das gilt auch für den Kreis und die Stadt Recklinghausen. „Wir gehen davon aus, dass 90 Prozent der Neuinfektionen auf die britische Variante zurückzuführen sind“, sagt Lena Heimers von der Pressestelle im Kreishaus. Das ist folglich auch für die am Mittwoch gemeldeten drei Neuinfektionen im Stadtgebiet von Recklinghausen zutreffend. Erfreulich sei, dass die bislang zugelassenen Impfstoffe auch gegen diese Spielart des Coronavirus schützten.

Auch die zuerst in Brasilien aufgetretene Virusvariante ist bereits in Recklinghausen nachgewiesen worden – genau zweimal. Kreisweit gab es bislang sechs Infektionen mit dieser Mutation. Ein akuter Fall ist dem Kreisgesundheitsamt nicht bekannt. Das gilt auch für die südafrikanische Variante des Coronavirus. Dieses ist nach Behördenangaben bislang 17-mal im Kreis aufgetreten, elfmal in Castrop-Rauxel, viermal in Herten, zweimal in Gladbeck. In Recklinghausen ist die südafrikanische Variante noch nicht nachgewiesen worden.

Gefahr durch Reiserückkehrer

So sieht es auch bei der derzeit wohl gefährlichsten Virusmutation aus – der zuerst in Indien aufgetretenen Delta-Variante. Diese ist kreisweit 14-mal nachgewiesen worden, jeweils siebenmal in Dorsten und Gladbeck. Nach Angaben der Kreisverwaltung hatte ein Reiserückkehrer die Delta-Variante ins Kreisgebiet importiert. Von den 14 Fällen sei nur noch einer als aktuell und damit ansteckend einzuordnen.

In Recklinghausen sind bislang insgesamt 6173 Menschen positiv auf das Coronavirus oder eine seiner Varianten getestet worden. 219 Recklinghäuser sind mit einer Coronavirus-Infektion verstorben. Die Inzidenz ist auf einen Wert von aktuell 19,7 gesunken.

Neben der britischen und der brasilianischen Variante ist der sogenannte Wildtyp des Coronavirus, also die Urvariante, die dritte in Recklinghausen nachgewiesene Form. Sie dominierte vor allem die erste Phase der Pandemie. Ob und wie viele Todesopfer die Virusvarianten in den Städten des Kreises gefordert haben, kann die Kreisverwaltung nach eigenen Angaben nicht mitteilen. Die Verstorbenen würden in der Statistik nicht den einzelnen Varianten zugeordnet.

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