Mit Klemmbrett unterwegs

Dubiose Spendensammlerin in Hochlar gesichtet

Die Masche ist nicht neu, aber offenbar immer noch erfolgreich. Dubiose Spendensammler nutzen gerne Klemmbretter, um sich Unterschriften und im Zweifel auch Geld der Bürger zu erschleichen.
Beliebte Masche: Immer wieder sind dubiose Spendensammler mit Klemmbrettern unterwegs. © picture alliance / dpa

Erst vor wenigen Tagen hat die Polizei in Herten drei Verdächtige mit Klemmbrett-Listen aus dem Verkehr gezogen, die vor einem Supermarkt vorgaben, für Taubstumme zu sammeln. Die Beamten beschlagnahmten Geld und Unterschriftenlisten. Einen ähnlichen Vorfall meldet ein Bürger aus Hochlar: Dort war am Montag (2.8.) gegen 14 Uhr eine junge Frau mit Klemmbrett in der Nähe des Bergfriedhofes unterwegs.

Sie gab jedoch nicht vor, für Taubstumme um Hilfe zu bitten, sondern wollte Geld für „ein Kinderhilfswerk“ eintreiben. „Was meine Frau und mich stutzig gemacht hat, war die Tatsache, dass die Frau nicht an jeder Tür geklingelt hat, sondern erst einmal in die Gärten und Einfahrten geschaut hat“, erzählt der 70-Jährige. Die RZ-Berichterstattung über den Vorfall in Herten habe ihn nicht zuletzt aufgrund der räumlichen Nähe aufhorchen lassen.

Finanzieller Schaden ist dem Paar aus Hochlar nicht entstanden. „An derlei Sammlungen beteiligen wir uns grundsätzlich nicht“, sagt der Senior. „Bei solchen Leuten weiß man nie, ob die sich nicht mit dem Geld einen schönen Tag machen.“

Auch die Polizei rät zur Vorsicht bei „Klemmbrett-Spendensammlern“: „Nicht immer steckt eine Betrugsabsicht dahinter“, sagt Sprecher Andreas Lesch. Aber: Falls die Spendensammler aggressiv werden oder sich nicht abwimmeln lassen, sollten Bürger den Notruf 110 wählen.

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