Mollbeck

Flutlicht-Schwimmer beenden die Freibadsaison

Der verregnete Sommer konnte die Laune der Stammgäste in der Mollbeck nicht trüben. Sie schwammen trotzdem ihre Bahnen, tauschten im kühlen Nass Kochrezepte aus und feierten den Abschluss.
Schwimmen bei Flutlicht um die Wette: (v.l.) Doris Schrader und Stefanie Kornmaier mit ihrem Mann Thorsten und Tochter Philomena. © Kilian Warmer

Die Sommertage sind gezählt, das Ende der Freibadsaison ist eingeläutet. Um dem Schwimmen unter freiem Himmel einen gebührenden Abschluss zu verleihen, veranstaltete das Freibad Mollbeck am Wochenende ein „Flutlicht-Schwimmen“.

Bei fröhlicher Musik fanden sich an dem frischen, aber trockenen Samstagabend einige Besucher im Bad ein, darunter auch viele Stammgäste. Unter ihnen haben sich in den vergangenen Monaten Gruppen und Freundschaften entwickelt.

Fast schon romantisch präsentiert sich das Schwimmerbecken der Mollbeck am Wochenende unter Flutlicht. © Kilian Warmer © Kilian Warmer

„Ich bin fünf Monate jeden Morgen hierher gekommen“, sagt Cornelia Hall, die Stammgast und Teil einer Gruppe ist, die das Schwimmen im Freibad für sich entdeckt hat. Auch Stefanie Kornmaier, die in dieser Saison das erste Mal richtig dabei war, zeigt sich begeistert. „Man hat hier viele nette Leute kennengelernt, die man immer wieder getroffen hat“, erzählt sie und fügt hinzu: „Wir haben keine Zeiten ausgemacht, sondern jeder ist einfach dann gekommen, wann er wollte.“

Die Schwimmerin betont die Freundlichkeit und den Respekt, der beim Schwimmen immer gegeben war: „Egal ob Reinigungskraft, Bademeisterin oder Kassierer, hier ist jeder freundlich, und man fühlt sich wohl“, schwärmt sie von den Bedingungen in der Mollbeck. Aus diesem Grund hat ihre Gruppe den Reinigungskräften und Bademeisterinnen auch eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen, mit der man sich für den netten Umgang in den letzten Monaten bedanken wolle.

(V.l.) Reinigungskraft Christel Memic, Bademeisterin Yvonne Frauenrath, Reinigungskraft Daniela Schneider und Bademeisterin Nina Walkowiak (Bademeisterin) freuen sich über eine kleine Aufmerksamkeit. © Kilian Warmer © Kilian Warmer

Dass in den letzten Stunden der Freibadsaison auch viel Wehmut aufkommt, merkt man Doris Schrader an, die das Ambiente im Freibad genossen hat: „Es ist ein großes Glück hier hinzukommen. Es ist wie ein Naturtheater, wenn die Sonne morgens aufgeht und man vom Becken aus beobachten kann, wie nach und nach die Bäume in Licht gehüllt werden.“

Freibad als attraktive Sportstätte

Das Freibad, das üblicherweise als Erfrischung an heißen Tagen genutzt wird, war in manchen Phasen der vergangenen Monate eine der attraktiveren Möglichkeiten, Sport zu machen. Durch Datenerfassung, Kontaktverfolgung und Online-Anmeldungen war das Sporttreiben auch schnell in kleinen Gruppen möglich. Dass das Freibad eben auch eine Alternative zum Joggen oder dem Fitnessstudio sein kann, stellt Stefanie Kornmaier heraus: „Auch wenn das Wetter diesen Sommer nicht so gut war, konnte man hier prima schwimmen.“ Doris Schrader fügt hinzu, dass gerade die Interaktion mit anderen Leuten das Schwimmen so schön gemacht habe: „Wir haben im Wasser Rezepte ausgetauscht und uns über alles Mögliche unterhalten.“

Gruppe freut sich auf die nächste Saison

Bis die nächste Freibadsaison beginnt, dauert es zwar noch etwas, doch die Gruppe möchte sich auch weiterhin treffen und den Kontakt aufrechterhalten. „Und im nächsten Mai sehen wir uns dann im Becken wieder“, lacht Stefanie Kornmaier, bevor sie gemeinsam mit ihrem Mann Thorsten und der zwölfjährigen Tochter Philomena die letzten Augenblicke im Freibad genießt.

Der Abend in Recklinghausen

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt