Frage der Woche

Gehen die neuen Corona-Maßnahmen weit genug?

Bund und Länder haben sich auf verschärfte Corona-Maßnahmen geeinigt. Im Einzelhandel, Restaurants, bei Veranstaltungen gilt die 2G-Regel. Wir befragten Passanten in Recklinghausen.
Zutritt nur noch für Geimpfte und Genesene – die Maßnahmen im Kampf gegen Corona sind strenger. © dpa
Erich Werner © Oliver Kleine © Oliver Kleine

Erich Werner: „Ich finde die Maßnahmen korrekt, weil sich einfach zu wenig Menschen haben impfen lassen. Der Sicherheit wegen müsste man die nicht Geimpften eigentlich sogar noch mehr ausgrenzen. Ich finde die 2G-Regel gut. Dass sie aber für einen Teil des Einzelhandels gilt und für den anderen nicht, das ist ungerecht. Supermärkte bieten ja nicht nur Lebensmittel an. Wenn aber 2G in allen Geschäften gelten würde, stellt sich dann wieder die Frage, wo die Ungeimpften ihre Lebensmittel kaufen sollen. Letztendlich kann man nur an die Vernunft der Menschen appellieren.“

Julia Ehlert © Oliver Kleine © Oliver Kleine

Julia Ehlert: „Ich finde es sehr schwer, zu sagen, welches der richtige Weg ist. Bei all den Corona-Regeln ist doch die entscheidende Frage, wie man die richtig kontrolliert. Sonst nützt es ja nichts. Ich finde es gut, wenn der Einzelhandel weiter geöffnet bleibt. Man muss auch irgendeine Regelung für die Veranstaltungsbranche finden. Wenn alle mehr an einem Strang ziehen würden, dann könnte es auch in Deutschland anders laufen. Es wäre schön, wenn es ohne Impfpflicht ginge. Es gibt ja viele, die ihre ganz individuellen Gründe haben. Und ich befürchte eine Spaltung der Gesellschaft.“

Uwe Stoffel © Oliver Kleine © Oliver Kleine

Uwe Stoffel: „Auf der einen Seite finde ich es richtig, diese Maßnahmen zu ergreifen. Andererseits bin ich auch beruflich betroffen, und da finde ich die Hilfen nicht ausreichend. Ich bin für eine Impfpflicht für alle. Da wir so viele Verweigerer haben, finde ich das mittlerweile richtig. Es gibt im Leben eine ganze Reihe von Verpflichtungen, um die man nicht herumkommt. Und viele haben in dieser Pandemie Menschen verloren. Das stimmt nachdenklich. Außerdem geht es auch wirtschaftlich einfach nicht mehr.“

Uta und Wolfgang Busch © Oliver Kleine © Oliver Kleine

Uta und Wolfgang Busch: „Die Maßnahmen sind auf jeden Fall gut. Sie kommen eigentlich mal wieder viel zu spät. Wir sind sehende Auges in diese vierte Welle hineingelaufen. Allerdings wäre es einfacher, wenn in den Bundesländern einheitliche Regeln gelten würden. Bei den einen gilt 2G, bei den anderen 2G-plus. Das ist verwirrend. Bei den vielen Impfdurchbrüchen stellt sich natürlich auch die Frage nach möglichen Kontaktbeschränkungen. Aber auf der anderen Seite möchte man das auch nicht wirklich haben.“

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