Protestmarsch in Suderwich

Geresu freut sich über ausgezeichneten Schüler-Protest

Die Klasse 9b der Gesamtschule Suderwich wird für ihr demokratisches Engagement ausgezeichnet. Auch weitere Schulen haben sich dem jährlichen Protestmarsch bereits angeschlossen.
Die Klasse 9b präsentiert stolz ihre Urkunde und Plakette. Schulleiterin Claudia Slowick (l.) und Klassenlehrer Matthias Flüß (2. v.l.) freuen sich mit den Schülern. © Volker Brockhoff

Die Klasse 9b der Gesamtschule Suderwich zeigt aufs Neue, dass sich politisches Engagement gleich in mehrfacher Hinsicht lohnt. Die Schülerinnen und Schüler sind im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „demokratisch handeln“ ausgezeichnet worden. Bereits zum dritten Mal darf sich die Gesamtschule über diese Auszeichnung freuen.

Eine Wettbewerbs-Jury hat die jährliche Anti-Rassismus-Demonstration der Schüler zu einem der „Best-Practice“-Projekte in ganz Deutschland gekürt. Schon seit Jahren organisiert die jetzige Klasse 9b anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am 21. März selbständig einen Protestmarsch durch Suderwich. Unterstützt wird sie dabei von Klassenlehrer Matthias Flüß.

Engagement wirkt in Stadtteil hinein

Das Engagement der Klasse prägt seitdem nicht nur eine tolerante Schulkultur, sondern strahlt in den gesamten Stadtteil Suderwich hinein. Inzwischen hätten sich auch weitere Schulen der Aktion angeschlossen. Auch wenn die Demonstration in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, arbeiten die Schülerinnen und Schüler intensiv weiter an dem Demokratie-Thema.

Verbunden war die Auszeichnung mit einer Einladung zur Bundeslernstatt Anfang Juni dieses Jahres, bei der die Jugendlichen online einem größeren Publikum ihre Arbeit vorstellen konnten.

Großes Lob von Kultur-Referentin

Ein großes Lob gab es von Anja Spiller, Referentin für kulturelle Bildung beim Bundesbildungsministerium: „Ihr wurdet für die Lernstatt als Musterbeispiele ausgewählt. Eure Projekte sind gekennzeichnet von Freude, Kreativität, Idee und Engagement“, sagte sie. Die Demokratie sei ein fragiles Gut, so Spiller weiter. „Wir tun gut daran, euer Engagement nicht als selbstverständlich anzusehen. Ihr stärkt die Demokratie.“ Daniela Danz, Projektleiterin von „demokratisch handeln“, fügt hinzu: „Ich bewundere euer Engagement sehr und bedanke mich dafür.“

Schüler werden zu Lernstätten eingeladen

Der Verein „demokratisch handeln“ fördert seit über 30 Jahren bundesweit Projekte mit Jugendlichen, deren Arbeitsformen und Inhalte über den normalen schulischen Rahmen hinausgehen. Aus allen teilnehmenden Projekten werden von einer Jury die besten landes- und bundesweit prämiert und zu Tagungen, die Lernstätten genannt werden, eingeladen. Unterstützt wird der Verein unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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