Schwerer Unfall auf dem Kaiserwall

Illegales Autorennen endet mit vier Verletzten

Ein 20-Jähriger aus Recklinghausen und ein Herner (21) haben sich in der Nacht zu Sonntag (29.8.) ein illegales Autorennen auf dem Wall geliefert. Am Ende gab es vier Verletzte.
Bild der Zerstörung: Bei dem schweren Unfall nach dem illegalen Rennen wurde ein am Wall geparkter Transporter quer auf den Bürgersteig geschoben. © Philippos Tsolakidis

Die Bilder der demolierten Autos sprechen eine deutliche Sprache: Die beiden jungen Fahrer, die sich in der Nacht zu Sonntag gegen 0.10 Uhr ein illegales Rennen auf dem Wall geliefert haben, müssen mächtig aufs Gaspedal gedrückt haben. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei rasten ein 20-jähriger Recklinghäuser und ein 21-Jähriger aus Herne auf dem Kaiserwall zunächst nebeneinander her. In Höhe der Fußgängerbrücke am Palais Vest kollidierten der Audi A3 und der AMG Mercedes, der Wagen des 20-Jährigen prallte mit voller Wucht gegen einen geparkten Transporter.

Den Einsatzkräften bot sich ein Bild der Verwüstung, Trümmerteile waren weit verstreut. Erstaunlicherweise haben die Fahrzeuginsassen nur leichte Verletzungen davongetragen. Beide Autofahrer sowie zwei Beifahrer – 20 und 23 Jahre alte Marler – wurden zur ambulanten Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Die Höhe des Sachschadens an den drei demolierten Fahrzeugen gibt die Polizei in ersten Schätzungen mit rund 63.600 Euro an.

Für die Fahrer wird die Sache ein Nachspiel haben: Die Polizei beschlagnahmte die Autos und kassierte die Führerscheine ebenso ein wie die Handys, mit denen derartige Rennen meist gefilmt werden. Im Falle einer Verurteilung drohen mindestens Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren oder hohe Geldstrafen. Die Fahrerlaubnis kann entzogen werden, zudem sind drei Punkte in Flensburg zu erwarten.

Der Abend in Recklinghausen

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