Streit eskaliert

Junger Mann in Wohnung erstochen – war es Notwehr?

In einer Wohnung in Recklinghausen-Süd ist am Donnerstagabend ein junger Mann erstochen worden. Polizei und Staatsanwaltschaft prüfen, ob es sich um Notwehr handelte.
Alarm am Stadthafen: Zwei Jugendliche haben einen Recklinghäuser beraubt und mit einem Messer bedroht. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Großeinsatz am Donnerstagabend an der Walter-Wenthe-Straße in Süd. In einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses spielten sich dramatische Szenen ab. Dabei wurde ein 19-jähriger Dattelner mit Messerstichen tödlich verletzt. Der Notarzt konnte ihm nicht mehr helfen.

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft Bochum sollen der 19-Jährige und ein 21-jähriger Recklinghäuser gegen 20.45 Uhr in die Wohnung eines 22-Jährigen eingedrungen sein. Dabei soll ein Streit eskaliert sein, der nach Angaben der Ermittlungsbehörden schon seit längerer Zeit schwelte.

Tatverdächtig ist der 22-jährige Bewohner der Wohnung. Die mit zahlreichen Einsatzkräften angerückte Polizei nahm ihn vor Ort vorläufig fest. Möglicherweise handelte der 22-Jährige in Notwehr. In diese Richtung deuten zumindest die aktuellen Ermittlungen. Davon, ob es sich bei den tödlichen Stichen tatsächlich um Notwehr handelte oder nicht, hängt ab, ob er der 22-jährige Recklinghäuser in Untersuchungshaft oder wieder auf freien Fuß kommt.

Weitere Erkenntnisse und Ergebnisse der Ermittlungen will die Staatsanwaltschaft erst in der kommenden Woche mitteilen.

Der Abend in Recklinghausen

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.