Meinung

Keine Alternative zur Absage

Die abermalige Absage von „Zu Gast in Recklinghausen“ ist richtig, meint der RZ-Kommentator.
Die große Sause auf dem Rathausplatz fällt auch in diesem Jahr aus. © Jörg Gutzeit

Die Euphorie der vergangenen Tage über das schöne Wetter und endlich wieder auch innen geöffnete Cafés und Restaurants lässt schnell vergessen, dass wir epidemiologisch noch auf ziemlich dünnem Eis unterwegs sind.

Auch, wenn es in Recklinghausen laut Kreisgesundheitsamt in den vergangenen Tagen nur sehr wenige Neuinfektionen gegeben hat. Auch wenn so wenige Recklinghäuser aktuell infiziert sind wie zuletzt im Herbst und Gleiches für die Sieben-Tage-Inzidenz gilt: Noch ist das Coronavirus nicht verschwunden.

Ein allzu sorgloser Lebenswandel könnte die gerade erst zurückgewonnenen Freiheiten rasch wieder zerstören. Auch deshalb gab es zur Absage von „Zu Gast in Recklinghausen“ keine Alternative. Bleiben wir im Sommer vernünftig, könnten wir das Virus mit fortschreitender Impfkampagne tatsächlich besiegen.

Die schon jetzt zurückgewonnenen Möglichkeiten wie das Treffen von Freunden im Biergarten trösten doch wirkungsvoll darüber hinweg, dass es in diesem Sommer noch nichts wird mit der ganz großen öffentlichen Sause. Sie ist vorgemerkt. Im August 2022 ist es so weit. Und wie es aussieht, muss bis dahin auch niemand mehr pandemiebedingt in häuslicher Festungshaft bleiben.

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