Neues Internet-Portal

Kunst und Kultur sind nur ein paar Klicks entfernt

In Recklinghausen gibt es ein neues Internet-Portal für kulturelle Bildung. Auf „kubiyou“ sind bereits zwischen 500 und 1000 Angebote aus 14 verschiedenen Themenbereichen abrufbar.
Helmut Berndt (l.) und Christian Kordas haben das Internet-Portal für kulturelle Bildung entwickelt. © Ulrich Nickel

Angesichts von Krisen und Horrormeldungen suchen viele Menschen ihr Heil im persönlichen Umfeld und entdecken neue Hobbys für sich. Wandern, Malen und Fotografieren stehen hoch im Kurs. Schnell entsteht der Wunsch, die eigenen Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern. VHS-Programme werden gewälzt, über die Google-Suchmaschine nach entsprechenden Stichworten geforscht – oft erfolglos. Der Wunschkurs lässt sich nicht finden. Diplom-Designer Helmut Berndt hat nach mehrjähriger Planung „kubiyou“, ein Portal für kulturelle Bildung, entwickelt, das genau an diesem Punkt ansetzen soll.

Starttermin fiel mit dem ersten Lockdown zusammen

„Als ich mich an der Ausarbeitung des Kulturentwicklungsplans beteiligt habe, zu dem Kerstin Weber von der Kunsthalle eingeladen hatte, keimte bei mir der Wunsch auf, eine Art virtuellen Katalog aufzubauen, in dem sämtliche Kurse von Akteuren und Anbietern dargestellt werden“, so Berndt. Seit April 2020 ist dieses Format zwar schon online, doch fiel der Termin mit dem ersten Lockdown zusammen, sodass in den ersten Monaten kaum etwas möglich war.

Mittlerweile sind zwischen 500 und 1000 Angebote aus 14 verschiedenen Themenbereichen abrufbar. Alle Akteure, Vereine, Institutionen und Einzelpersonen, die ihr Wissen weitergeben möchten, sind eingeladen, ihre Angebote auf dieser Website anzubieten. Auf dem Portal sind die Themen Musik, bildende Kunst, Theater, Tanz, Literatur, Sprachen, Medien, Foto/Video, Architektur, Umwelt, Gesellschaft, Ernährung, Entspannung und Gesundheit aufgelistet.

Schnittpunkt zwischen Anbietern und Interessierten

„Das Portal soll ein Schnittpunkt zwischen Anbietern und Interessierten im Vest und im Ruhrgebiet sein und eine Vernetzungsstruktur schaffen“, so Berndt. „Durch die Einbeziehung aller Anbieter von städtischen Einrichtungen bis zu freien Künstlern möchten wir als Multiplikator fungieren und den Zugang zu kultureller Bildung erleichtern und verbessern. Diese Bündelung vieler Angebote kann durchaus als Prototyp bezeichnet werden.“ Oftmals fehlten Einzelakteuren die notwendigen Ressourcen, um sich selbst zu vermarkten. Hier kann das Gründungsmitglied des Vereins „StadtLabor RE“ Hilfestellung geben.

Vorgesehen ist bevorzugt eine Selbsteingabe mit einem Steckbrief, einer genauen Beschreibung, Fotos, Videos und aktuellen Ankündigungen. Filteroptionen sollen garantieren, dass bestimmte Angebote schnell zu finden sind. Unterstützt wurde Helmut Berndt von Holger Jeromin, der das Konzept in Programmiersprache umgesetzt hat, und von Aktivposten der Recklinghäuser Kunst- und Kulturszene wie Christian Kordas, Markus Jöhring und Axel Schuch.

Das Portal ist barrierefrei für Sehbehinderte und in alle Sprachen übersetzbar: https://kubiyou.de

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