Neue Touristinformation

Museum mit „i-Tüpfelchen“

Das „Museum Strom und Leben“ hat ein umfangreiches Prüfverfahren hinter sich gebracht und ist im Anschluss als Touristinformation ausgezeichnet worden.
Das Strom-Museum ist jetzt offiziell eine Anlaufstelle für Touristen. Es freuen sich (v.l.): Kämmerer Ekkehard Grunwald, Museumsleiter Hanswalter Dobbelmann, Mitarbeiterin und Archäologin Christin Kemper, Museums-Chefin Sabine Oetzel, Bürgermeister Christoph Tesche und der städtische stellvertretende Fachbereichsleiter im Stadtmarketing und Tourismus Georg Gabriel. © Jörg Gutzeit

Familien mit Kindern können im „Museum Strom und Leben“ an der Uferstraße 2-4 in Süd seit seinem Bestehen eine Zeitreise durch die Geschichte der Elektrizität erleben. Nun folgt das „i-Tüpfelchen“, das insbesondere Touristen anlocken soll. Das Mitmachmuseum ist kürzlich als Touristinformation ausgezeichnet worden. „Der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) hat unsere Touristinformation im Museum Strom und Leben offiziell mit der roten, charakteristischen i-Marke ausgezeichnet“, teilt Museums-Chef Hanswalter Dobbelmann mit.

Museum erfüllt 14 Mindestkriterien

Das ist in der Tat ein Grund zur Freude, denn die rote „i-Marke“ erhält eine Einrichtung nicht ohne Weiteres. Das Team musste nicht nur 1500 Euro in die Hand nehmen, sondern ebenso ein umfassendes Prüfverfahren über sich ergehen lassen. Voraussetzungen um die Marke zu erhalten, sind etwa eine sehr gute Beratungsqualität, umfangreiche touristische Informationen und zusätzliche Dienstleistungen für Gäste, teilt der Museumsleiter mit. Außerdem gibt es 14 weitere Mindestkriterien, die bundesweit festgelegt sind und erfüllt sein müssen. Dem Tourismusverband geht es um die Infrastruktur, zum Beispiel um die Ausschilderung auf Zufahrtswegen. Außerdem muss das Personal qualifiziert sein. Mindestens ein Mitarbeiter muss in den vergangenen zwei Jahren eine Weiterbildung absolviert haben. In erster Linie jedoch geht es den Prüfern aber um den Service. Das Museum hat beispielsweise kostenlose touristische Grundinformationen über den Ort und die Region bereitzuhalten.

40 Punkte im Qualitätscheck

Nach der Erfüllung dieser Grundvoraussetzungen folgte ein umfassender Qualitätscheck vor Ort. Dabei wurden 40 Kriterien geprüft, zu denen etwa die Außenanlage, die Ausstattung, das Informationsangebot und der personelle Service am Standort gehören. „An einem beliebigen Tag ist ein Tester vorbeigekommen, der unser Museum als Touristinformation auf den Prüfstand gestellt und viele Fragen gestellt hat, ohne sich zu erkennen zu geben“, erzählt Dobbelmann. Mitarbeiterin, Archäologin und Historikerin Christin Kemper habe sich im Vorfeld bestens mit den Kriterien einer Touristinformation auseinandergesetzt. „Sie hat sich maßgeblich dafür eingesetzt, dass unser Museum die i-Marke erhält“, sagt Hanswalter Dobbelmann.

Drei Jahre lang darf Museum mit Marke werben

Das Team um die zwei Geschäftsführer Sabine Oetzel und Hanswalter Dobbelmann freut sich über das Ergebnis des Prüfverfahrens: „Wir sind stolz darauf, die Qualitätskontrolle erfolgreich gemeistert und uns auch in den unangekündigten Tests so gut bewährt zu haben. Anhand der vom DTV erhaltenen Analyse werden wir daran arbeiten, unsere Kompetenz weiter auszubauen und so noch mehr Kundenzufriedenheit zu erreichen“, sagt Sabine Oetzel.

Das Museum darf nun drei Jahre lang mit der i-Marke werben.

Dann steht eine erneute, umfangreiche Überprüfung an. Aufgrund der Auszeichnung wird das Museum nun als Anlaufstelle in Karten, Katalogen und Navigationssystemen aufgenommen.

Mit i-Marke steigt die Motivation

Hinzu kommt, dass die Auszeichnung das Museumsteam auch in mentaler Hinsicht stärkt und motiviert. Die vergangenen Monate waren auch an der Uferstraße geprägt von pandemiebedingten Schließungen und Kurzarbeitergeld für die Mitarbeiter. Mit beantragten Hilfsgeldern aus den Fördertöpfen „Neustart“ und „Neustart Kultur“ des Bundesverbands Soziokultur habe man die Hälfte der Verluste auffangen können. Ein Teil der Fördergelder soll bald in eine Beschilderung im Außenbereich fließen.

80 Besucher am Pfingstwochenende

Die Besucher jedenfalls freuen sich, dass die Pforten des Strom-Museums wieder geöffnet ist. Schon am Eröffnungswochenende an Pfingsten hätten rund 80 Besucher die Ausstellungsräume besucht. Und es dürfen gerne noch mehr werden. Das Veranstalten von Kindergeburtstagen, Führungen und Tagungen ist wieder möglich. Das Team plant zudem, seine Dauerausstellung zu erweitern. Für die Sommerferien ist ein Ferienprogramm geplant. Weitere Infos gibt es auf der Internetseite des Museums: www.umspannwerk-recklinghausen.de

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