Neue Ideen zur Windenergie? Recklinghäuser SPD watscht CDU und Grüne ziemlich ab

Redakteur
Windrad auf dem Hochfeld
CDU und Grüne wollen mehr Windräder in Recklinghausen. Dieses allerdings steht knapp hinter der Stadtgrenze in Oer-Erkenschwick. © SYSTEM
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Wir hatten darüber berichtet, dass die Rathaus-Koalition aus CDU und Grünen die Errichtung von Windkraftanlagen mittels eines gemeinsamen Antrags forcieren will. Das will Peter Marten als Sprecher der Teilfraktion Umwelt der SPD-Ratsfraktion nicht unkommentiert lassen: „Zunächst muss man sich erinnern: Die beiden Parteien regieren diese Stadt seit vielen Jahren. Damals war der Bau von Windenergie noch relativ einfach – wenn man es denn wollte. Zu der Zeit wollte man aber im CDU-geführten RE nicht und hat sich endlos mit der Planung von ,Vorrangzonen‘ befasst. Bis heute.“

Die aktuelle Entwicklung mache das Verhalten der Rathaus-Koalition aber keineswegs besser, findet der SPD-Mann: „Die jetzt CDU-geführte Landesregierung hat den Ausbau der Windenergie deutlich erschwert, und jetzt können sich plötzlich die örtliche CDU und die Grünen einen schnellen Ausbau der ,Erneuerbaren Energien‘ vorstellen. Oder spitz formuliert: Wenn es geht, wollen sie nicht, aber wenn es nicht geht, dann wollen sie.“

Voller Hohn kommentiert Peter Marten zudem, dass CDU und Grüne so versessen darauf sind, dass die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig informiert werden sollten: „Und natürlich soll die Öffentlichkeit auf jeden Fall mitgenommen werden. So wie es der Landrat Klimpel mit den Baumfällungen am Kreishaus vorgemacht hat?“

Tatsächlich ist es wegen der 1000-Meter-Abstandsregelung in NRW nur an zwei Stellen in Recklinghausen möglich, Windräder zu bauen.