VRR plant neue Bahnverbindung

Ohne Umsteigen von Recklinghausen nach Bochum

Wer bislang mit der Bahn von Recklinghausen nach Bochum fahren will, muss dafür in Wanne-Eickel umsteigen. Ab Ende 2022 soll Schluss damit sein, gibt der VRR bekannt.
Endlich soll es eine Direktverbindung von Recklinghausen nach Bochum geben. Laut VRR könnte es ab Ende 2022 soweit sein. © picture alliance/dpa

Mindestens 48 Minuten inklusive Umsteigen braucht es aktuell für eine Fahrt mit der Bahn vom Recklinghäuser zum Bochumer Hauptbahnhof. Das könnte ab Ende 2022 schneller und vor allem sogar mit einem stündlichen Direktanschluss möglich sein.

Laut einer Mitteilung des VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr), auf die sich die CDU-Fraktion im Zweckverband VRR beruft, habe das NRW-Verkehrsministerium von Hendrik Wüst (CDU) die Gelder, „um diese Leistungsausweisung im Regionalverkehr ab Ende 2022 zu ermöglichen“. Heißt: Es sieht sehr gut aus für eine Direktverbindung zwischen Recklinghausen und Bochum. Die Verwaltung führe derzeit noch weitere Abstimmungsgespräche, so die CDU-Fraktion im Zweckverbund VRR.

Stadt Recklinghausen stellte bereits 2016 eine Anfrage

Die Idee ist alles andere als neu. Bereits im Juli 2016 hatte der Stadtrat Recklinghausen sich parteiübergreifend mit einer Resolution an den VRR gewendet. In dieser war der Verbund aufgefordert worden, die Chancen für eine Zug-Direktverbindung zwischen Recklinghausen und Bochum zu überprüfen. Mit der Anfrage hatte sich der Verbund Zeit gelassen, viel Zeit.

„Der Leidensdruck ist hoch auf der Bahn-Verbindung zwischen Recklinghausen und Bochum“, hieß es Ende August 2017 in der RZ, „doch Hilfe ist vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) zumindest kurzfristig nicht zu erwarten.“ Die mehr als ein Jahr zuvor gestellte Anfrage werde noch bearbeitet, hieß es seinerzeit. Die Dringlichkeit jedoch war dem VRR angesichts des langwierigen Ausbaus der A43 durchaus bewusst, immerhin. Dass die Weichen dafür nun nach mehr als fünf Jahren gestellt werden, dürfte vor allem Pendler freuen.

Ausbau der A43 macht Verbindung zwischen den Städten noch dringender

„Durch den sechsspurigen Ausbau der A43 war zuletzt nochmals deutlich geworden, wie wichtig eine direkte Verbindung zwischen dem Kreis Recklinghausen und der Universitätsstadt Bochum ist. Gleise sind ja vorhanden“, wird Jörg Hedfeld zitiert. Hedfeld ist stellvertretender Vorsitzender der CDU im VRR und Mitglied des Kreistags Recklinghausen.

Und Hedfeld macht sogar Hoffnung, dass eine Direktverbindung noch schneller realisierbar sei als vom VRR angestrebt, mit dem Fahrplanwechsel 2022/2023. „Fraktionsübergreifend gibt es eine Initiative, ersatzweise zunächst Schnellbusse einzusetzen, um die Nord-Süd-Verbindung zu verbessern.“

Auch Haltern soll angebunden werden. Das würde bedeuten, dass auch Marl eine neue Verbindung ins südliche Ruhrgebiet bekommt. Außerdem sind die Strecken Remscheid-Solingen-Düsseldorf und Krefeld-Neuss geplant.

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