Schulen kooperieren

Realschüler lernen von den Großen

Das Max-Born-Berufskolleg hat eine Kooperation mit der Otto-Burrmeister-Realschule gestartet. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler für die sogenannten MINT-Fächer zu begeistern.
Stolz präsentieren die Realschülerinnen und -schüler ihre neuen Stifthalterungen und den neuen Scherenblock. Beides dürfen sie mit nach Hause nehmen. © Nils Aders

Vier Mädchen und vier Jungs aus der Jahrgangsstufe 8 der Otto-Burrmeister-Realschule durften die Holzwerkstatt des Max-Born-Berufskollegs im Fachbereich Bautechnik besuchen. Dort fertigten die handwerklich geschickten Schüler in sechs Unterrichtsstunden Holzblöcke für Scheren und Blöcke für Stift-Halterungen an – unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen.

Diese Unterrichtsreihe ist aus einer neuen Kooperation zwischen den beiden Schulen entstanden. Deren Ziel ist es, mathematisch-naturwissenschaftlich interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler in ihrer schulischen und beruflichen Orientierung zu unterstützen, ihnen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft die gleichen Bildungschancen zu bieten und sie zugleich für die sogenannten MINT-Fächer zu begeistern. Das sind Unterrichtsfächer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Mädchen für Mathe und Technik begeistern

Gerade Mädchen und junge Frauen sollen auf diesem Wege gezielt an die MINT-Bildung herangeführt werden. Verantwortlich für die Umsetzung der Kooperation sind Martina Wizenty von der Otto-Burrmeister-Realschule und Markus Tesche vom Max-Born-Berufskolleg. Coronabedingt habe die Kooperation erst ein Jahr später als ursprünglich geplant starten können.

Künftig ist vorgesehen, dass die 9. und 10. Jahrgangsstufen beispielhaft am Unterricht in den Eingangsklassen der technischen Bildungsgänge mit Abschluss Fachhochschulreife oder Allgemeine Hochschulreife (wie zum Beispiel dem Bildungsgang Ingenieurwissenschaften im Beruflichen Gymnasium) des Max-Born-Berufskollegs teilnehmen können. Während eines Praktikums können die Lernenden Einblicke in die Labore und Werkstätten erhalten und Kontakte zu Berufsschülern knüpfen.

Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 werden Möglichkeiten angeboten, laufende technische Projekte kennenzulernen, zum Beispiel im 3D-Druckzentrum, in der Drohnen-AG oder in der Elektronik AG.

MINT-Fächer dienen zukunftsweisenden Berufen

Das Land NRW unterstützt die Schulen bei der frühzeitigen beruflichen Orientierung ihrer Schüler mit dem Aktionsplan „MINT“, mit der Initiative KAoA „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf des Landes Nordrhein-Westfalen“ und mit der Talentschule des Landes NRW, wozu beide Schulen gehören. Gerade die MINT-Fächer seien Voraussetzung für viele zukunftsweisende Berufe. Besonders die zunehmende Digitalisierung und die damit verbundenen komplexen Entwicklungen in zahlreichen Berufssparten wären zum Beispiel ohne gute Mathematik-Kenntnisse nicht möglich.

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