Freiwilliges Soziales Jahr

Recklinghäuser Lebenshilfe hat 25 freie Stellen

Die Corona-Krise macht auch der Recklinghäuser Lebenshilfe zu schaffen. Für den Beginn des neuen Schuljahrs sind noch 25 Stellen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) nicht besetzt.
Koordinatorin Dagmar Podworny (l.) und Lebenshilfe-Geschäftsführer Stefan Wilms Kuballa mit der angehenden FSJlerin Sarah Münchhoff. © Oliver Kleine

In dieser Form habe man das in all den Jahren noch nicht erlebt, sagt Geschäftsführer Stefan Wilms Kuballa. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte man das FSJ-Angebot nicht wie sonst an den weiterführenden Schulen vorstellen. Stattdessen setzte man auf Plakate, Informationen in Linienbussen und in sozialen Netzwerken. Gleichwohl konnten erst 35 der rund 60 Stellen besetzt werden.

Einsatz als Schulbegleiter

Die FSJler werden von der Lebenshilfe vorwiegend als sogenannte Schulbegleiter eingesetzt. Durch die Begleiter haben Kinder mit Handicap die Möglichkeit, eine Regel- oder Förderschule beziehungsweise eine Kindertagesstätte zu besuchen. Die FSJler bekommen jeweils eine Schülerin oder einen Schüler zugeordnet. Diese Person wird dann ein Jahr lang begleitet und betreut beim Schul- beziehungsweise Kitabesuch.

Teilnehmer nehmen viel mit fürs Leben

„So baut man im Laufe der Zeit eine Bindung auf. Die FSJler haben gerade meist selbst die Schule abgeschlossen und kennen sich hervorragend mit dem System aus. Sie begleiten die Schüler in den Unterricht und arbeiten eng mit den Lehrkräften zusammen“, erläutert Dagmar Podworny, bei der Lebenshilfe Koordinatorin für den Inklusionsdienst. Auf diese Weise sei das Freiwillige Soziale Jahr zugleich ein Bildungsjahr. „Von den Absolventen bekommen wir die Rückmeldung, dass sie bei ihrer Tätigkeit eine Menge fürs Leben mitgenommen haben“, sagt Stefan Wilms Kuballa.

Erfahrung für die Berufswahl sammeln

Eine von denjenigen, die bereits im August eine FSJ-Stelle antreten, ist Sarah Münchhoff. Die 19-Jährige möchte in dem Jahr Berufserfahrungen sammeln. „Ich freue mich sehr auf das Freiwillige Soziale Jahr. Beim Praktikum habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit mit den Kindern großen Spaß macht. Ich kann mir gut vorstellen, einen Beruf in diesem Bereich zu ergreifen. In dem Jahr möchte ich herausfinden, ob das wirklich das Richtige für mich ist.“

Schwimmen und Basteln

Die 19-Jährige hatte zuvor eine Ausbildung als Köchin angefangen. Im Corona-Lockdown sei ihr die Stelle dann noch während der Probezeit gekündigt worden. „Ich habe inzwischen festgestellt, dass mir eine Arbeit im sozialen Bereich viel mehr liegt.“

Die Tätigkeit der Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres beschränkt sich nicht auf die Schulbegleitung. Hinzu kommen nachmittägliche Gruppenangebote für die Kinder – beispielsweise Schwimmen oder Basteln. Das Angebot richtet sich an 17- bis 26-Jährige. Kontakt: Alexandra Wieschollek, Telefon: 02361 / 9573484, Mail: a.wieschollek@lh-mitte-vest.de.

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