Offener Vollzug

2,4 Promille: Polizei verhaftet ausgebüxten Sträfling am Hauptbahnhof Recklinghausen

Kurz vor seinem Haftende ist ein 44-Jähriger von seinem Arbeitseinsatz nicht in den offenen Vollzug zurückgekehrt. Die Bundespolizei verhaftet den stark alkoholisierten Mann in Recklinghausen.
Bundespolizisten laufen am Bahnsteig am Hauptbahnhof Recklinghausen Streife.
Bundespolizisten verhafteten am Mittwoch einen Sträfling am Bahnsteig des Hauptbahnhofs Recklinghausen. © Jörg Gutzeit (Archiv)

Bundespolizisten haben in der Nacht zu Mittwoch (3.8.) am Hauptbahnhof Recklinghausen einen Sträfling enttarnt und ihn zurück ins Gefängnis gebracht. In wenigen Tagen steht dessen Haftende bevor.

Wie die Pressestelle der Bundespolizei mitteilte, haben die Beamten gegen 23.55 Uhr bei einem Streifengang einen 44-jährigen Mann am Bahnsteig am Hauptbahnhof Recklinghausen kontrolliert. Dieser hatte keinen Ausweis dabei, konnte aber mündliche Angaben zu seiner Person machen. Wie sich herausstellte, hat die Polizei Paderborn den verurteilten Mann zur Festnahme ausgeschrieben. Grund dafür war, dass der Gesuchte ein Strafgefangener in einem Gefängnis in Ostwestfalen ist und von einem Arbeitseinsatz nicht in den offenen Vollzug zurückgekehrt war. Er ist demnach tagsüber auf freiem Fuß und muss nur noch die Nacht im Gefängnis verbringen.

Die Einsatzkräfte brachten den Mann zur Bundespolizeiwache. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab, dass der wegen Diebstahls verurteilte Mann mit 2,4 Promille stark alkoholisiert war. Daraufhin untersuchte ihn ein Polizeiarzt. Währenddessen verhielt sich der Häftling sehr aggressiv. Zudem drohte er den eingesetzten Beamten mehrfach mit dem Tod und beleidigte diese.

Schließlich brachten die Beamten den 44-Jährigen in eine Justizvollzugsanstalt. Die Bundespolizisten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Beleidigung ein.

Der Abend in Recklinghausen

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