Ohne Führerschein

Rotlichtsünder flüchtet vor Polizei – Fußgänger müssen zur Seite springen

Ein 29-jähriger Recklinghäuser fährt bei Rot über eine Ampel in Grullbad. Als die Polizei ihn daraufhin anhalten will, drückt er aufs Gas und gefährdet Menschenleben. Die Flucht endet im Feld.
Eine rote Ampel ist von oben zu sehen. Links fährt ein mit Bewegungsunschärfe fotografiertes Auto durchs Bild.
Blaulicht und Martinshorn direkt hinter ihm waren für einen Rotlichtsünder kein Grund anzuhalten. © picture alliance / dpa

Bei einer „gezielten Rotlichtüberwachung“, meldet die Polizei Recklinghausen, ist ein 29-jähriger Recklinghäuser am Mittwoch (21.9.) gegen 11.20 Uhr erwischt worden, und zwar an der Ecke Hochstraße/Salentinstraße. Weil er also bei Rot über die Ampel gefahren war, sollte er angehalten und kontrolliert werden. Das passierte auch, jedoch nicht unverzüglich.

Denn auf die Anhaltesignale der Polizisten hinter ihm reagierte der Autofahrer nicht. Im Gegenteil: Er steigerte seine Geschwindigkeit noch. Der Mann war laut Polizei so schnell unterwegs, dass ihm zwei Fußgänger durch einen Sprung zur Seite ausweichen mussten. Ab da schalteten die Beamten Blaulicht und Martinshorn ein. Aber auch diese Signale ließen den 29-Jährigen offenbar kalt. Er setzte seine Flucht über die Waldstraße fort. Die ihn verfolgenden Polizisten fanden das Auto schließlich verlassen an der Kleinherner Straße, „einem asphaltierten Feldweg“, auf.

Der mutmaßliche Fahrer, ein 29-jähriger Recklinghäuser, konnte jedoch in einem Busch angetroffen werden, wo er sich augenscheinlich versteckt hielt. Andere Personen waren nicht zu sehen. Das Auto wurde sichergestellt und abgeschleppt. Gegen den 29-Jährigen, der auch nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Die Polizei sucht nach Augenzeugen, vor allem aber nach den beiden Fußgängern, die zur Seite springen mussten. Die Beamten konnten diese nicht mehr antreffen. Daher ist bislang auch nicht bekannt, ob sich jemand verletzt hat. Hinweise nimmt das ermittelnde Verkehrskommissariat unter der Tel. 0800 2361 111 entgegen.

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