Wahlkampf

Sahra Wagenknecht bekommt viel Applaus von ihren Anhängern

Rund 300 Menschen kamen auf den Altstadtmarkt, um das prominente Gesicht der „Linken“ zu sehen und vor allem zu hören: Sahra Wagenknecht.
Sahra Wagenknecht (Die Linke) machte auf dem Altstadtmarkt Wahlkampf. © Jörg Gutzeit

In den deutschen Talkshows ist Sahra Wagenknecht Stammgast. Nun machte die NRW-Spitzenkandidatin der Partei „Die Linke“ auf ihrer Wahlkampftour auch Halt in Recklinghausen auf dem Altstadtmarkt. 2012 war Wagenknecht, damals noch Vize-Parteivorsitzende, bereits dort aufgetreten.

Die Kritik an Wagenknechts Buch „Die Selbstgerechten“ und der erst vor wenigen Tagen abgelehnte Antrag auf ihren Parteiausschluss interessierte das Publikum nicht. Und die Ungeduld, weil die Rednerin am Ende eines langen Wahlkampftages ein paar Minuten auf sich warten ließ, war verflogen, als Sahra Wagenknecht auf der Bühne stand. Selbst dicke Regentropfen konnten die Zuschauer nicht vertreiben.

Zu hören bekamen sie bekannte Positionen. Wagenknecht ging auf das „Desaster in Afghanistan“ ein und empörte sich, dass die deutsche Rüstungsindustrie daran verdiene: „Es muss Schluss sein mit dem Geschäft aus Mord, Tod und Krieg!“

Auch die Verteilung der staatlichen Coronahilfe sei ungerecht gewesen. Während kleine Selbstständige gar nichts bekommen hätten oder in Hartz-IV abgerutscht seien, hätte ein Konzern wie Daimler 700 Millionen erhalten. Wagenknecht forderte eine Millionärssteuer, bessere Bezahlung für Pflegekräfte… Zwischendurch und am Ende gab es dafür viel Applaus.

Info: Die Linken setzen am Samstag, 11. September, ihren Wahlkampf auf dem Altstadtmarkt fort. Ab 10 Uhr schwebt der „Miet-Hai“ über dem Stand.

Der Abend in Recklinghausen

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